Wohngebäudeversicherung Schadensmeldung Vorlage (Word & PDF)
Kostenlose Vorlage zur Meldung von Gebäudeschäden – mit Leitungswasser, Feuer, Sturm, betroffenen Gebäudeteilen, Kosten, Fotos und Nachweisen.
Vorlage herunterladen
Mit unserer kostenlosen Wohngebäudeversicherung Schadensmeldung Vorlage kannst du einen Schaden an deinem Wohngebäude strukturiert bei deiner Versicherung melden. Die Vorlage hilft dir dabei, Versicherungsdaten, Schadenzeitpunkt, Schadenart, betroffene Gebäudeteile, Sofortmaßnahmen, Reparaturkosten, Fotos und weitere Nachweise übersichtlich zusammenzustellen.
Sie eignet sich insbesondere für Schäden durch Leitungswasser, Feuer, Sturm, Hagel und – sofern entsprechend versichert – bestimmte Elementargefahren wie Überschwemmung oder Rückstau.
Welche Schäden tatsächlich von deiner Versicherung übernommen werden, hängt immer von deinem individuellen Vertrag und den vereinbarten Versicherungsbedingungen ab. Gerade Naturgefahren wie Überschwemmung, Rückstau, Erdrutsch oder Schneedruck sind nicht automatisch in jeder Wohngebäudeversicherung enthalten.
Die Vorlage steht als Word- und PDF-Datei zur Verfügung. Die Word-Version kannst du direkt am Computer ausfüllen und an deinen Schaden anpassen. Die PDF-Version eignet sich zum Ausdrucken und handschriftlichen Ausfüllen.
Melde größere Gebäudeschäden möglichst frühzeitig deinem Versicherer und dokumentiere den Zustand mit Fotos. Notwendige Sofortmaßnahmen zur Begrenzung des Schadens solltest du ebenfalls festhalten und entsprechende Rechnungen aufbewahren.
Für welche Schäden eignet sich die Vorlage?
Die Schadensmeldung kann für verschiedene Gebäudeschäden angepasst werden.
Zum Beispiel für:
- Leitungswasserschäden
- Rohrbruch
- Frostschäden an Leitungen
- Brandschäden
- Rauch- und Rußschäden
- Blitzschäden
- Sturmschäden
- Hagelschäden
- beschädigte Dächer
- beschädigte Fenster
- Schäden an Wänden oder Decken
- Überschwemmung, sofern versichert
- Rückstau, sofern versichert
- weitere Elementarschäden, sofern versichert
Was gehört in eine Wohngebäude-Schadensmeldung?
Eine möglichst vollständige Meldung erleichtert dem Versicherer die Prüfung des Schadenfalls.
Typische Angaben sind:
- Name des Versicherungsnehmers
- Anschrift des versicherten Gebäudes
- Versicherungsgesellschaft
- Versicherungsnummer
- Schadennummer, falls vorhanden
- Schadendatum
- Uhrzeit oder Zeitraum
- Schadenart
- Schadenhergang
- betroffene Gebäudeteile
- vermutete Ursache, soweit bekannt
- Sofortmaßnahmen
- Notdienst oder Fachbetrieb
- Schadenhöhe
- Kostenvoranschläge
- Fotos und Videos
- Zeugen
- Polizei oder Feuerwehr, soweit beteiligt
- weitere Versicherungen
So verwendest du die Schadensmeldung
- Datei herunterladen: Nutze Word zum Bearbeiten oder PDF zum Ausdrucken.
- Versicherungsdaten eintragen: Ergänze Versicherer und Versicherungsnummer.
- Gebäude beschreiben: Trage Anschrift, Nutzung und gegebenenfalls Gebäudetyp ein.
- Schadenzeitpunkt ergänzen: Dokumentiere Datum, Uhrzeit oder Zeitraum.
- Schadenhergang beschreiben: Schildere sachlich, was passiert ist.
- Gebäudeteile erfassen: Liste beschädigte Bereiche auf.
- Sofortmaßnahmen dokumentieren: Trage Notdienst, Absperrungen oder Sicherungsmaßnahmen ein.
- Nachweise sammeln: Füge Fotos, Rechnungen und Kostenvoranschläge bei.
- Versicherer informieren: Übermittle die Meldung möglichst zeitnah.
- Kopie aufbewahren: Sichere Schadensmeldung und Anlagen für deine Unterlagen.
Beispiel für eine Gebäudeschadensmeldung
Schadenart: Leitungswasserschaden
Schadentag: 18. September 2026
Gebäudeteil: Badezimmer und darunterliegende Zimmerdecke
Ursache: vermutlich undichte Leitung im Badezimmer
Sofortmaßnahme: Wasser abgestellt und Installationsnotdienst verständigt
Nachweise: Fotos, Notdienstrechnung und Kostenvoranschlag beigefügt
Versicherungsnummer angeben
Die Versicherungsnummer hilft der Versicherung, deine Meldung dem richtigen Vertrag zuzuordnen.
Du findest sie beispielsweise auf:
- Versicherungsschein
- Beitragsrechnung
- Kundenportal
- Versicherungs-App
Schadennummer ergänzen
Wenn du den Schaden bereits telefonisch oder online gemeldet hast, wurde möglicherweise schon eine Schadennummer vergeben.
Diese solltest du in der weiteren Korrespondenz verwenden.
Versichertes Gebäude genau bezeichnen
Bei mehreren Immobilien sollte eindeutig sein, welches Gebäude betroffen ist.
Trage beispielsweise ein:
- Straße
- Hausnummer
- PLZ
- Ort
Gebäudetyp angeben
Je nach Vertrag kann auch der Gebäudetyp relevant sein.
Zum Beispiel:
- Einfamilienhaus
- Zweifamilienhaus
- Mehrfamilienhaus
- Wohn- und Geschäftshaus
Nutzung des Gebäudes
Gib an, ob das Gebäude:
- selbst genutzt
- vermietet
- teilweise vermietet
- teilweise gewerblich genutzt
wird.
Schadenzeitpunkt möglichst genau angeben
Trage ein, wann der Schaden eingetreten oder festgestellt worden ist.
Wenn du den genauen Zeitpunkt nicht kennst, kannst du einen Zeitraum angeben.
Der Schaden wurde am 18.09.2026 gegen 06:30 Uhr festgestellt. Der letzte unauffällige Zustand war am Vorabend gegen 22:00 Uhr.
Schadenhergang sachlich beschreiben
Beschreibe möglichst chronologisch, wie der Schaden entdeckt wurde und was danach passiert ist.
Hilfreich sind Angaben zu:
- erster Feststellung
- sichtbaren Schäden
- vermuteter Eintrittsstelle
- Sofortmaßnahmen
- verständigten Fachbetrieben
Unbekannte Ursache offen angeben
Wenn du die Ursache noch nicht kennst, schreibe dies ausdrücklich.
Die genaue Ursache des Wasseraustritts ist derzeit noch nicht geklärt. Eine Leckortung wurde beauftragt.
Keine Schadensursache erfinden
Eine falsche Vermutung kann die spätere Prüfung erschweren.
Beschreibe deshalb Tatsachen und kennzeichne Vermutungen als solche.
Schadenminderung nach § 82 VVG
Nach § 82 VVG musst du nach Eintritt des Versicherungsfalls grundsätzlich nach Möglichkeit dafür sorgen, dass sich der Schaden nicht unnötig vergrößert.
Den aktuellen Gesetzestext findest du unter § 82 VVG.
Zumutbare Weisungen beachten
§ 82 VVG sieht außerdem vor, dass zumutbare Weisungen des Versicherers beachtet beziehungsweise eingeholt werden sollen, wenn die Umstände dies ermöglichen.
Typische Sofortmaßnahmen
Je nach Schaden können beispielsweise erforderlich sein:
- Wasserzufuhr abstellen
- Feuerwehr verständigen
- Notdienst rufen
- beschädigte Dachfläche provisorisch sichern
- Fenster provisorisch verschließen
- weitere Wassereinwirkung verhindern
Eigene Sicherheit hat Vorrang
Begib dich niemals selbst in Gefahr.
Bei:
- Feuer
- Gas
- Strom
- einsturzgefährdeten Gebäudeteilen
sollten geeignete Einsatzkräfte beziehungsweise Fachbetriebe tätig werden.
Sofortmaßnahmen dokumentieren
Notiere:
- was gemacht wurde
- wann es gemacht wurde
- wer die Maßnahme durchgeführt hat
- welche Kosten entstanden sind
Rechnungen des Notdienstes aufbewahren
Bewahre Rechnungen und Einsatzberichte auf und reiche sie gegebenenfalls beim Versicherer ein.
Fotos vor Reparaturen machen
Dokumentiere den Schaden möglichst vor größeren Veränderungen.
Fotografiere beispielsweise:
- betroffenen Raum
- Wand
- Decke
- Boden
- Dach
- Fenster
- Leitungen
- Feuchtigkeitsspuren
Übersichts- und Detailbilder kombinieren
Übersichtsbilder zeigen die Lage im Gebäude, Detailbilder den konkreten Schaden.
Fotos zeitlich zuordnen
Bei längeren Schadenverläufen kann es hilfreich sein, Bilder an mehreren Tagen zu erstellen.
Originaldateien aufbewahren
Speichere nach Möglichkeit auch die Originaldateien der Fotos und Videos.
Gebäudeschaden und Hausratschaden unterscheiden
Die Wohngebäudeversicherung betrifft grundsätzlich das Gebäude und fest damit verbundene Bestandteile.
Die Hausratversicherung betrifft dagegen grundsätzlich bewegliche Gegenstände des Haushalts.
Eine beschädigte Gebäudewand kann ein Fall für die Wohngebäudeversicherung sein. Ein durch dasselbe Wasser beschädigter Fernseher fällt dagegen eher in den Bereich der Hausratversicherung.
Eigene Hausratmeldung erstellen
Wenn gleichzeitig Möbel, Elektrogeräte oder andere bewegliche Sachen beschädigt wurden, kannst du zusätzlich unsere Hausratversicherung Schadensmeldung Vorlage verwenden.
Fest eingebaute Bestandteile
Fest mit dem Gebäude verbundene Sachen können je nach Vertrag zur Wohngebäudeversicherung gehören.
Zum Beispiel:
- Heizungsanlage
- Sanitärinstallationen
- fest verlegte Bodenbeläge
- eingebaute Leitungen
- bestimmte Einbauten
Einzelfall und Vertrag prüfen
Die konkrete Zuordnung kann vom Versicherungsvertrag abhängen.
Leitungswasserschaden
Leitungswasser gehört zu den typischen versicherten Gefahren der Wohngebäudeversicherung.
Die Verbraucherzentrale nennt insbesondere bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser aus Rohren, Schläuchen und angeschlossenen Systemen als typische Grundlage des Versicherungsschutzes.
Mögliche betroffene Systeme
Zum Beispiel:
- Wasserleitungen
- Heizungsleitungen
- Waschmaschinenanschlüsse
- Geschirrspüleranschlüsse
- Heizungsanlagen
- Klimaanlagen
Wasser sofort abstellen
Die Verbraucherzentrale empfiehlt bei Leitungswasserschäden, den Haupthahn möglichst schnell zu schließen.
Leckortung
Ist die Ursache nicht sichtbar, kann eine professionelle Leckortung erforderlich sein.
Leckortungsbericht aufbewahren
Der Bericht kann später helfen, Ursache und Reparaturumfang nachzuvollziehen.
Rohrbruch
Dokumentiere möglichst:
- Ort des Rohrbruchs
- betroffene Leitung
- Wasseraustritt
- Folgeschäden
- Reparatur
Frostschaden
Auch Frostschäden an Leitungen oder Installationen können abhängig vom Vertrag versichert sein.
Auftauen durch Fachbetrieb
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, eingefrorene Rohre nur durch einen Fachbetrieb auftauen zu lassen.
Trocknung
Nach einem größeren Wasserschaden kann eine technische Trocknung notwendig werden.
Trocknungsfirma
Dokumentiere:
- Firma
- Startdatum
- eingesetzte Geräte
- voraussichtliche Dauer
- Kosten
Stromkosten durch Trocknung
Bei längerer technischer Trocknung können zusätzliche Stromkosten entstehen.
Ob und in welchem Umfang diese ersetzt werden, hängt vom Vertrag und Schadenfall ab.
Zählerstände dokumentieren
Bei Trocknungsgeräten kann es sinnvoll sein, Stromzähler beziehungsweise separate Zwischenzähler zu dokumentieren.
Feuchtigkeit messen
Messprotokolle von Fachfirmen können den Verlauf der Trocknung dokumentieren.
Schimmelrisiko
Nach Wasserschäden ist eine fachgerechte Trocknung wichtig, um weitere Schäden zu vermeiden.
Brand
Bei einem Brand solltest du sofort die Feuerwehr verständigen und dich nicht selbst in Gefahr bringen.
Brandschäden können mehrere Ursachen umfassen
Beschädigungen können entstehen durch:
- Feuer
- Rauch
- Ruß
- Löschwasser
- Löscharbeiten
Feuerwehrbericht
Wenn verfügbar, können Einsatzdaten oder Berichte der Feuerwehr der Schadensmeldung beigefügt werden.
Brandursache nicht vorschnell festlegen
Bei unklarer Ursache sollte gegebenenfalls das Ergebnis einer fachlichen oder behördlichen Untersuchung abgewartet werden.
Rußschäden
Ruß kann sich über große Bereiche des Gebäudes verteilen.
Fotografiere betroffene Flächen möglichst vor einer umfangreichen Reinigung.
Sturm
Sturmschäden können insbesondere Dach, Fenster oder andere Gebäudeteile betreffen.
Windstärke
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass in üblichen Bedingungen bei Sturm häufig Windstärke 8 als relevante Grenze genannt wird.
Maßgeblich bleiben deine Versicherungsbedingungen.
Typische Sturmschäden
Zum Beispiel:
- abgedeckte Dachziegel
- beschädigte Dachflächen
- zerbrochene Fenster
- beschädigte Fassadenteile
- Folgeschäden durch eindringenden Regen
Dach provisorisch sichern
Ist eine gefahrlose provisorische Sicherung möglich, kann sie weiteren Wassereintritt verhindern.
Bei Arbeiten auf dem Dach solltest du selbst kein unnötiges Risiko eingehen.
Fachbetrieb beauftragen
Bei größeren Dachschäden sollte eine Fachfirma eingeschaltet werden.
Hagelschaden
Hagel kann beispielsweise beschädigen:
- Dachziegel
- Dachfenster
- Rollläden
- Fassade
- Solaranlagen
Hagel unabhängig von Windstärke
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Hagelschäden nicht von einer bestimmten Windstärke abhängen.
Blitzschlag
Ein direkter Blitzschlag kann Schäden am Gebäude verursachen.
Überspannung gesondert prüfen
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass reine Überspannungs-, Überstrom- oder Kurzschlussschäden je nach Vertrag einen zusätzlichen Einschluss voraussetzen können.
Elementarschäden
Elementarschäden sind nicht automatisch vollständig in jeder Wohngebäudeversicherung enthalten.
Die Verbraucherzentrale nennt beispielsweise:
- Überschwemmung
- Rückstau
- Erdbeben
- Erdsenkung
- Erdrutsch
- Schneedruck
- Lawinen
Elementarschutz prüfen
Ob solche Gefahren versichert sind, ergibt sich aus deinem Versicherungsschein und den Versicherungsbedingungen.
Starkregen allein bedeutet nicht automatisch, dass jeder dadurch entstandene Gebäudeschaden durch die normale Wohngebäudeversicherung gedeckt ist. Bei Überschwemmung oder Rückstau ist häufig ein zusätzlicher Elementarschutz entscheidend.
Überschwemmung
Nach Hochwasser oder Starkregen solltest du zuerst deine eigene Sicherheit und die deiner Angehörigen gewährleisten.
Anschließend kannst du den Schaden möglichst umfassend fotografisch dokumentieren.
Wasserstand dokumentieren
Bei Überschwemmung können Markierungen und Fotos der erreichten Wasserhöhe hilfreich sein.
Keller dokumentieren
Fotografiere:
- Wände
- Boden
- Haustechnik
- Heizung
- Elektroinstallation
Stromgefahr beachten
Betritt überflutete Bereiche nicht, wenn eine elektrische Gefahr bestehen könnte.
Rückstau
Bei Rückstau kann Wasser aus Abwasserleitungen in das Gebäude eindringen.
Dokumentiere betroffene Räume und mögliche Eintrittsstellen.
Rückstauklappe
Ob vorhandene oder fehlende Rückstausicherungen für die Versicherungsleistung eine Rolle spielen, hängt von Vertrag und Einzelfall ab.
Gebäudeteile einzeln erfassen
Die Vorlage kann beschädigte Gebäudeteile getrennt auflisten.
Zum Beispiel:
- Dach
- Fassade
- Fenster
- Türen
- Wände
- Decken
- Böden
- Leitungen
- Heizung
- Sanitäranlagen
Schadentabelle verwenden
Für größere Schäden kann eine Tabelle sinnvoll sein.
Gebäudeteil: Wohnzimmerdecke
Schaden: durchfeuchtet und teilweise aufgequollen
Ursache: Leitungswasserschaden aus darüberliegendem Badezimmer
Maßnahme: technische Trocknung erforderlich
Kostenschätzung: 2.800 Euro
Heizungsanlage
Ist die Heizung betroffen, sollte ein Fachbetrieb den Schaden prüfen.
Ausfall der Heizung
Ein Heizungsausfall kann insbesondere im Winter weitere Schäden verursachen.
Informiere den Versicherer und ergreife erforderliche Sicherungsmaßnahmen.
Photovoltaikanlage
Bei Schäden an einer Photovoltaikanlage ist zu prüfen, ob sie über die Wohngebäudeversicherung oder einen besonderen Baustein versichert ist.
Separate Versicherung möglich
Manche Anlagen besitzen einen eigenen Versicherungsschutz.
Nebengebäude
Garagen, Gartenhäuser oder andere Nebengebäude können je nach Vertrag mitversichert sein.
Versicherungsschein prüfen
Prüfe, welche Gebäude ausdrücklich im Vertrag aufgeführt sind.
Außenanlagen
Bei Zäunen, Mauern, Terrassen oder anderen Außenanlagen hängt der Versicherungsschutz ebenfalls vom konkreten Vertrag ab.
Reparaturkosten
Für die Schadenregulierung können Kostenvoranschläge verschiedener Gewerke hilfreich sein.
Zum Beispiel von:
- Dachdecker
- Maler
- Installateur
- Elektriker
- Trocknungsfirma
- Fliesenleger
Größere Reparaturen abstimmen
Notwendige Sofortmaßnahmen sind von endgültigen umfangreichen Reparaturen zu unterscheiden.
Bei größeren Arbeiten kann eine vorherige Abstimmung mit dem Versicherer sinnvoll sein.
Kostenvoranschläge aufbewahren
Reiche Kostenvoranschläge vollständig ein.
Rechnungen später nachreichen
Nach Durchführung von Arbeiten können endgültige Rechnungen zusätzlich benötigt werden.
Gutachter oder Sachverständiger
Bei größeren Gebäudeschäden kann der Versicherer einen Sachverständigen einsetzen.
Besichtigung ermöglichen
Der Schadenbereich sollte soweit möglich zugänglich bleiben.
Nicht unnötig verändern
Vermeide Veränderungen, die eine spätere Feststellung des Schadenumfangs erschweren könnten, soweit keine dringende Sicherungsmaßnahme erforderlich ist.
Feuerwehr und Polizei
Bei Brand, Einbruch, Vandalismus oder anderen Ereignissen können Behörden beteiligt sein.
Dokumentiere:
- Dienststelle
- Einsatzdatum
- Aktenzeichen
- Einsatzbericht, soweit verfügbar
Einbruchschäden am Gebäude
Bei einem Einbruch können auch Gebäudeteile beschädigt werden.
Zum Beispiel:
- Haustür
- Fenster
- Türrahmen
- Wände
Hausratversicherung zusätzlich
Gestohlene bewegliche Gegenstände gehören dagegen typischerweise in den Bereich der Hausratversicherung.
Vandalismus
Vandalismusschäden sind nicht automatisch in jedem Gebäudeversicherungsvertrag gleich versichert.
Prüfe die konkreten Bedingungen.
Vermietetes Gebäude
Bei einem vermieteten Haus solltest du zusätzlich dokumentieren, welche Wohnung oder welcher Gebäudebereich betroffen ist.
Mieter informieren
Bei notwendigen Arbeiten und Nutzungseinschränkungen sollte eine angemessene Abstimmung mit betroffenen Mietern erfolgen.
Mietausfall
Je nach Versicherungsvertrag können bestimmte Mietausfälle infolge eines versicherten Schadens mitversichert sein.
Mietausfall dokumentieren
Hilfreich können sein:
- Mietvertrag
- Miethöhe
- Zeitraum der Unbewohnbarkeit
- Mietminderung
- Leerstand wegen Schaden
Keine pauschale Mietausfallzusage annehmen
Ob und wie lange Mietausfall ersetzt wird, hängt vom Vertrag ab.
Unbewohnbarkeit
Ist das Gebäude oder eine Wohnung vorübergehend nicht nutzbar, solltest du dies dokumentieren.
Ursache der Unbewohnbarkeit
Zum Beispiel:
- fehlender Strom
- keine Heizung
- massive Feuchtigkeit
- Brandschaden
- statische Gefährdung
Hotel- oder Ersatzunterkunft
Ob entsprechende Kosten versichert sind, hängt von deinem Tarif ab.
Gebäudeeigentümergemeinschaft
Bei einer Eigentumswohnung kann häufig eine gemeinschaftliche Wohngebäudeversicherung bestehen.
Hausverwaltung informieren
In diesem Fall sollte die Hausverwaltung beziehungsweise Eigentümergemeinschaft frühzeitig informiert werden.
Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum
Die genaue Zuordnung von Schäden kann bei Wohnungseigentum komplex sein.
Dokumentiere den Schaden zunächst vollständig und kläre die Versicherungszuständigkeit anschließend.
Finanzierte Immobilie
Bei kreditfinanzierten Gebäuden können je nach Versicherungsvertrag und Schadenhöhe zusätzliche Rechte von Grundpfandgläubigern relevant sein.
Bankdaten nur bei Bedarf
Wenn der Versicherer Angaben zur Finanzierung oder Grundschuld anfordert, kannst du diese ergänzen.
Gebäudewert nicht selbst neu berechnen
Für eine reine Schadensmeldung musst du nicht zwangsläufig den vollständigen Versicherungswert des Hauses neu ermitteln.
Neuwertversicherung
Wohngebäudeversicherungen werden häufig als gleitende Neuwertversicherung ausgestaltet.
Die konkrete Entschädigung richtet sich jedoch nach deinem Vertrag.
Selbstbeteiligung
Ist eine Selbstbeteiligung vereinbart, kann diese bei der Regulierung berücksichtigt werden.
Schadenhöhe zunächst schätzen
Wenn noch nicht alle Angebote vorliegen, kannst du eine vorläufige Schadenhöhe angeben.
Die derzeit geschätzten Reparatur- und Trocknungskosten liegen bei etwa 18.000 Euro. Weitere Angebote stehen noch aus.
Vorläufige Angaben kennzeichnen
So ist klar, dass die endgültige Schadenhöhe noch folgt.
Mehrere Gewerke getrennt erfassen
Bei größeren Schäden kann es hilfreich sein, Kosten getrennt aufzuschlüsseln.
Zum Beispiel:
- Leckortung
- Installateur
- Trocknung
- Maler
- Bodenleger
Eigenleistungen
Wenn du Arbeiten selbst durchführen möchtest, solltest du vorher klären, wie diese vom Versicherer behandelt werden.
Rechnungen und Belege sammeln
Bewahre sämtliche schadensbezogenen Unterlagen auf.
Anlagenliste erstellen
Bei einem größeren Schaden kann eine nummerierte Anlagenliste sinnvoll sein.
Zum Beispiel:
- Anlage 1 – Schadensfotos
- Anlage 2 – Leckortungsbericht
- Anlage 3 – Notdienstrechnung
- Anlage 4 – Kostenvoranschlag Dachdecker
- Anlage 5 – Trocknungsangebot
- Anlage 6 – Feuerwehrbericht
Dateien sinnvoll benennen
Bei digitaler Übermittlung kannst du Dateien beispielsweise so benennen:
- 01-schadensfotos.pdf
- 02-leckortung.pdf
- 03-notdienst.pdf
- 04-kostenvoranschlag.pdf
Originalunterlagen aufbewahren
Versende möglichst Kopien oder digitale Scans und bewahre Originale auf.
Andere Versicherungen angeben
Je nach Schaden können mehrere Versicherungen betroffen sein.
Zum Beispiel:
- Wohngebäudeversicherung
- Hausratversicherung
- Haftpflichtversicherung eines Dritten
- Elementarversicherung
Schaden durch Dritte
Wurde der Schaden möglicherweise durch eine andere Person oder Firma verursacht, solltest du dies dem Versicherer mitteilen.
Zum Beispiel:
- Handwerker
- Mieter
- Nachbar
- Baufirma
Keine Schuldfrage vorschnell abschließend bewerten
Beschreibe zunächst die Tatsachen.
Regress- und Haftungsfragen können später geprüft werden.
Haftpflichtversicherung eines Dritten
Ist ein anderer für den Schaden verantwortlich, kann dessen Haftpflichtversicherung relevant sein.
Dafür steht auch unsere Haftpflichtversicherung Schadensmeldung Vorlage zur Verfügung.
Kommunikation dokumentieren
Bewahre wichtige Kommunikation mit Versicherer, Handwerkern und Hausverwaltung auf.
Zum Beispiel:
- E-Mails
- Briefe
- Schadennummer
- Angebote
- Terminbestätigungen
Telefonnotizen erstellen
Bei wichtigen Telefonaten kannst du notieren:
- Datum
- Uhrzeit
- Ansprechpartner
- wesentliche Aussagen
Schadenstelle nicht vorschnell vollständig sanieren
Dringende Maßnahmen sind selbstverständlich möglich und teilweise notwendig.
Eine vollständige Sanierung vor Besichtigung kann aber die Schadenfeststellung erschweren.
Versicherer fragen, wenn Zeit besteht
Bei nicht dringenden größeren Maßnahmen kann eine vorherige Abstimmung sinnvoll sein.
Schadensmeldung wahrheitsgemäß ausfüllen
Alle Angaben sollten möglichst vollständig und korrekt sein.
Unbekannte Daten nicht erfinden
Schreibe beispielsweise:
- noch unbekannt
- wird nachgereicht
- Ursache wird derzeit geprüft
Versicherungsbedingungen prüfen
Die Wohngebäudeversicherung ist kein vollständig einheitliches Produkt.
Unterschiede bestehen beispielsweise bei:
- Elementarschutz
- Überspannung
- Vandalismus
- Nebengebäuden
- Mietausfall
- Selbstbeteiligung
- Entschädigungsgrenzen
Allgemeine Versicherungsschadensmeldung
Wenn du keine spezielle Gebäudeschadensmeldung benötigst, kannst du unsere Versicherung Schadensmeldung Vorlage verwenden.
Typische Fehler bei der Wohngebäude-Schadensmeldung
Unvollständige Angaben können zu Rückfragen und Verzögerungen führen.
- Schaden zu spät gemeldet: der Versicherer erfährt erst lange nach dem Ereignis davon.
- keine Fotos: der ursprüngliche Zustand ist später nicht mehr nachvollziehbar.
- Ursache nur geraten: Vermutungen werden als Tatsachen dargestellt.
- Hausrat und Gebäude vermischt: unterschiedliche Versicherungsbereiche werden nicht getrennt.
- Notdienstbelege fehlen: Sofortmaßnahmen sind nicht dokumentiert.
- vollständige Sanierung vor Besichtigung: Schadenumfang lässt sich schwerer prüfen.
- Elementarschutz vorausgesetzt: Versicherungsschutz wurde nicht geprüft.
- Mietausfall nicht dokumentiert: Zeitraum und Miethöhe fehlen.
- Kostenvoranschläge fehlen: Reparaturkosten sind nicht nachvollziehbar.
- Unterlagen verloren: es existieren keine Kopien der Korrespondenz.
Checkliste nach einem Gebäudeschaden
Nach einem Schaden kannst du dich an folgender Checkliste orientieren:
- Ist die Gefahrenstelle gesichert?
- Wurde weiterer Schaden soweit möglich verhindert?
- Ist der Versicherer informiert?
- Wurde der Schaden fotografiert?
- Ist die Ursache bekannt oder als ungeklärt dokumentiert?
- Sind betroffene Gebäudeteile aufgelistet?
- Wurde ein Fach- oder Notdienst beauftragt?
- Sind Rechnungen und Berichte gesichert?
- Ist gegebenenfalls eine Leckortung erfolgt?
- Ist eine technische Trocknung notwendig?
- Sind Kostenvoranschläge eingeholt?
- Ist auch Hausrat betroffen?
- Ist das Gebäude vermietet?
- Besteht möglicherweise Mietausfall?
- Sind andere Versicherungen beteiligt?
- Sind alle Anlagen gespeichert?
Word oder PDF – welches Format eignet sich besser?
Beide Downloads enthalten dieselbe Grundstruktur.
- Word: ideal, um Schadenhergang, Gebäudeteile, Kosten, Notdienstangaben und Anlagen direkt am Computer zu ergänzen.
- PDF: praktisch zum Ausdrucken und handschriftlichen Ausfüllen nach einem Gebäudeschaden.
Wohngebäude-Schadensmeldung individuell anpassen
Ein kleiner Leitungswasserschaden in einem einzelnen Badezimmer benötigt deutlich weniger Angaben als ein größerer Brand, ein schwerer Sturmschaden oder eine Überschwemmung mit mehreren betroffenen Stockwerken.
Die Vorlage ist deshalb eine allgemeine Arbeitshilfe. Welche Schäden tatsächlich versichert sind und welche Unterlagen dein Versicherer benötigt, richtet sich nach deinem individuellen Vertrag und dem konkreten Schadenfall.
Wohngebäudeversicherung Schadensmeldung kostenlos herunterladen
Lade die kostenlose Wohngebäudeversicherung Schadensmeldung als Word- oder PDF-Datei herunter und dokumentiere Schadenhergang, betroffene Gebäudeteile, Sofortmaßnahmen, Kosten, Fotos und weitere Nachweise übersichtlich.
Häufige Fragen zur Wohngebäudeversicherung Schadensmeldung
Wann sollte ich einen Gebäudeschaden melden?
Einen größeren Schaden solltest du möglichst frühzeitig deinem Versicherer melden und die vertraglichen Obliegenheiten beachten. Notwendige Sofortmaßnahmen zur Schadenminderung solltest du zusätzlich dokumentieren.
Was ist der Unterschied zwischen Wohngebäude- und Hausratversicherung?
Die Wohngebäudeversicherung betrifft grundsätzlich das Gebäude und fest damit verbundene Bestandteile. Die Hausratversicherung schützt dagegen typischerweise bewegliche Sachen des Haushalts.
Was soll ich bei einem Leitungswasserschaden zuerst tun?
Soweit gefahrlos möglich, solltest du den weiteren Wasseraustritt stoppen beziehungsweise den Haupthahn schließen, den Schaden dokumentieren und den Versicherer sowie gegebenenfalls einen Fachbetrieb informieren.
Muss ich den Schaden fotografieren?
Eine Fotodokumentation ist sehr empfehlenswert. Übersichts- und Detailbilder können helfen, Zustand und Schadenumfang später nachvollziehbar zu belegen.
Sind Starkregen und Überschwemmung automatisch versichert?
Nein. Für Überschwemmung, Rückstau und weitere Elementargefahren ist häufig ein zusätzlicher Elementarschutz erforderlich. Prüfe deinen Versicherungsschein und die Versicherungsbedingungen.
Was gilt bei Sturmschäden?
Sturmschäden gehören grundsätzlich zu den typischen Gefahren einer Wohngebäudeversicherung. Die konkreten Voraussetzungen, einschließlich einer möglicherweise maßgeblichen Windstärke, ergeben sich aus den Versicherungsbedingungen.
Darf ich sofort mit der Reparatur beginnen?
Notwendige Sofortmaßnahmen zur Verhinderung weiterer Schäden können erforderlich sein. Bei größeren endgültigen Reparaturen kann es sinnvoll sein, vorher den Versicherer einzubeziehen und den ursprünglichen Zustand sorgfältig zu dokumentieren.
Was ist bei einem vermieteten Gebäude wichtig?
Dokumentiere die betroffenen Wohnungen, Nutzungseinschränkungen und gegebenenfalls einen Mietausfall. Informiere betroffene Mieter und stimme notwendige Arbeiten entsprechend ab.
Kann Mietausfall mitversichert sein?
Ja, bestimmte Wohngebäudeversicherungen können auch Mietausfall nach einem versicherten Schaden abdecken. Umfang und Dauer richten sich nach deinem konkreten Vertrag.
Was mache ich, wenn die Schadenursache noch unbekannt ist?
Gib offen an, dass die Ursache derzeit noch geprüft wird. Bei Wasserschäden kann beispielsweise eine professionelle Leckortung erforderlich sein.
Kann ich die Schadensmeldung absenden, obwohl noch nicht alle Kosten feststehen?
Ja. Du kannst zunächst eine vorläufige Schadenhöhe angeben und Kostenvoranschläge oder Rechnungen später ergänzen. Folge dabei den konkreten Anforderungen deines Versicherers.
Kann ich die Wohngebäudeversicherung Schadensmeldung Vorlage bearbeiten?
Ja. Die Word-Version lässt sich vollständig an Gebäude, Schadenart, betroffene Gebäudeteile, Sofortmaßnahmen, Kosten, Mietausfall und Anlagen anpassen.