Wohnungsbesichtigung Checkliste (Word & PDF)
Kostenlose Checkliste für die Wohnungsbesichtigung – mit Lage, Kosten, Zustand, Ausstattung, Energie, Mängeln, Fragen an Vermieter und persönlicher Bewertung.
Vorlage herunterladen
Mit unserer kostenlosen Wohnungsbesichtigung Checkliste kannst du bei einer Besichtigung systematisch prüfen, ob eine Wohnung wirklich zu dir passt. Die Vorlage enthält Bereiche für Lage, Mietkosten, Nebenkosten, Zustand, Raumaufteilung, Fenster, Heizung, Küche, Bad, Energie, Internet, Lärm, Keller, Balkon, Parkplatz und wichtige Fragen an Vermieter oder Makler.
Gerade bei einer interessanten Wohnung ist es leicht, sich vom ersten Eindruck leiten zu lassen und wichtige Details zu übersehen. Eine Checkliste hilft dabei, mehrere Wohnungen nach denselben Kriterien zu beurteilen und später besser miteinander zu vergleichen.
Die Vorlage steht als Word- und PDF-Datei zur Verfügung. Die Word-Version lässt sich individuell anpassen. Die PDF-Version eignet sich besonders zum Ausdrucken und Mitnehmen zur Besichtigung.
Was sollte man bei einer Wohnungsbesichtigung beachten?
Bei einer Besichtigung sollte nicht nur darauf geachtet werden, ob die Wohnung auf den ersten Blick gefällt.
Wichtig sind unter anderem:
- Lage und Umgebung,
- Kalt- und Warmmiete,
- Nebenkosten,
- Kaution,
- Wohnfläche,
- Zustand der Räume,
- Fenster und Türen,
- Feuchtigkeit oder Schimmel,
- Heizung und Warmwasser,
- Küche und Bad,
- Lichtverhältnisse,
- Lärm,
- Internetanschluss,
- Keller und Abstellflächen,
- Balkon oder Terrasse,
- Parkmöglichkeiten und
- mögliche zusätzliche Kosten.
So verwendest du die Wohnungsbesichtigung Checkliste
- Vorlage herunterladen: Wähle Word zum Bearbeiten oder PDF zum Ausdrucken.
- Eckdaten vorab eintragen: Ergänze Adresse, Mietpreis, Wohnfläche und Besichtigungstermin.
- Umgebung prüfen: Achte schon auf dem Weg zur Wohnung auf Verkehr, Einkaufsmöglichkeiten und öffentliche Verkehrsmittel.
- Räume einzeln ansehen: Prüfe Wände, Böden, Fenster und Ausstattung.
- Kosten vollständig erfragen: Notiere Kaltmiete, Nebenkosten, Heizkosten und sonstige Verpflichtungen.
- Technik prüfen: Frage nach Heizung, Warmwasser, Internet und Energieverbrauch.
- Mängel dokumentieren: Notiere auffällige Stellen und fertige mit Zustimmung Fotos an.
- Fragen stellen: Kläre offene Punkte direkt mit Vermieter oder Makler.
- Maße aufnehmen: Miss kritische Stellen für Möbel, Küche oder Waschmaschine.
- Nach der Besichtigung bewerten: Trage Vor- und Nachteile ein, bevor du dich entscheidest.
Beispiel für eine Wohnungsbesichtigung
Wohnfläche: 72 m²
Kaltmiete: 950 Euro
Nebenkosten: 220 Euro
Warmmiete: 1.170 Euro
Kaution: 2.850 Euro
Etage: 2. Obergeschoss
Besonderheit: Balkon und Kellerabteil vorhanden
Auffälligkeit: leichte Feuchtigkeit an der Fensterlaibung im Schlafzimmer – vor Vertragsabschluss klären
Lage der Wohnung prüfen
Die Lage beeinflusst den Alltag oft stärker als einzelne Ausstattungsdetails.
Bei der Besichtigung können deshalb folgende Punkte geprüft werden:
- Entfernung zur Arbeit,
- öffentliche Verkehrsmittel,
- Einkaufsmöglichkeiten,
- Ärzte und Apotheke,
- Kindergarten oder Schule,
- Freizeitmöglichkeiten,
- Parkmöglichkeiten und
- Verkehrsbelastung.
Wohnung zu verschiedenen Tageszeiten beurteilen
Eine Straße kann morgens ruhig und abends deutlich stärker befahren sein.
Wenn möglich, kann es deshalb sinnvoll sein, die Umgebung zusätzlich zu einer anderen Tageszeit anzusehen.
Lärm in der Umgebung beachten
Bei geöffnetem Fenster lässt sich die Geräuschkulisse besser einschätzen.
Mögliche Lärmquellen sind:
- Hauptstraße,
- Bahnstrecke,
- Flugverkehr,
- Gastronomie,
- Schulen,
- Gewerbebetriebe oder
- stark frequentierte Plätze.
Kaltmiete und Warmmiete unterscheiden
Die Kaltmiete allein zeigt nicht, welche monatliche Belastung tatsächlich entsteht.
Zur Gesamtbetrachtung gehören insbesondere:
- Nettokaltmiete,
- Betriebskostenvorauszahlung,
- Heizkosten,
- gegebenenfalls Stellplatz oder Garage und
- weitere vereinbarte Kosten.
Beispiel zur Mietkostenübersicht
Kaltmiete: 950 Euro
Nebenkosten: 150 Euro
Heizkosten: 70 Euro
Stellplatz: 50 Euro
Gesamt monatlich: 1.220 Euro
Nebenkosten genau erfragen
Bei den Nebenkosten sollte geklärt werden, welche Positionen bereits in der genannten Vorauszahlung enthalten sind.
Fragen können sein:
- Sind Heizkosten enthalten?
- Ist Warmwasser enthalten?
- Wie hoch waren die Nebenkosten in den vergangenen Jahren?
- Gibt es regelmäßig Nachzahlungen?
- Welche Kosten werden separat abgerechnet?
Strom und Internet separat berücksichtigen
Strom und Internet sind häufig nicht Teil der Warmmiete.
Dadurch können zusätzliche monatliche Kosten entstehen, die bei der persönlichen Budgetplanung berücksichtigt werden sollten.
Mietkaution prüfen
Vor Abschluss eines Mietvertrags sollte geklärt werden, wie hoch die verlangte Kaution ist.
Bei Wohnraummietverhältnissen darf eine als Sicherheit vereinbarte Geldsumme nach § 551 BGB grundsätzlich höchstens das Dreifache der auf einen Monat entfallenden Nettokaltmiete betragen.
Nettokaltmiete: 950 Euro
Drei Nettokaltmieten: 2.850 Euro
Wohnfläche prüfen
Die angegebene Wohnfläche sollte mit dem persönlichen Eindruck und der geplanten Nutzung zusammenpassen.
Besonders bei Dachschrägen, Balkonen oder ungewöhnlichen Grundrissen kann die nutzbare Fläche subjektiv deutlich kleiner wirken als erwartet.
Raumaufteilung beurteilen
Nicht nur die Gesamtfläche ist entscheidend.
Auch die Aufteilung kann den Alltag stark beeinflussen.
Prüfe beispielsweise:
- Sind die Zimmer sinnvoll geschnitten?
- Gibt es Durchgangszimmer?
- Ist ausreichend Platz für Möbel vorhanden?
- Gibt es Stellflächen für Schränke?
- Passt der Esstisch in den vorgesehenen Bereich?
- Ist ein Arbeitsplatz möglich?
Maße für Möbel nehmen
Bei ernsthaftem Interesse lohnt sich ein Maßband.
Besonders wichtig können sein:
- Wandbreiten,
- Nischen,
- Türbreiten,
- Fensterpositionen,
- Stellplatz für Kühlschrank,
- Waschmaschinenanschluss und
- Schlafzimmer für vorhandene Schränke.
Wände und Decken prüfen
Achte auf sichtbare Veränderungen wie:
- Risse,
- Flecken,
- Verfärbungen,
- abplatzende Farbe,
- Bohrlöcher oder
- Feuchtigkeitsspuren.
Nicht jede kleine Unebenheit ist ein Problem. Auffällige Veränderungen sollten jedoch vor Vertragsabschluss angesprochen werden.
Auf Feuchtigkeit und Schimmel achten
Feuchtigkeit gehört zu den besonders wichtigen Punkten bei einer Wohnungsbesichtigung.
Auffällige Stellen können insbesondere sein:
- Fensterlaibungen,
- Außenwände,
- Ecken hinter großen Möbeln,
- Badezimmer,
- Keller oder
- Bereiche unter Fenstern.
Typische Hinweise auf Feuchtigkeit
Mögliche Hinweise können sein:
- dunkle Flecken,
- Stockflecken,
- abblätternde Farbe,
- aufgequollene Tapete,
- muffiger Geruch oder
- frisch überstrichene einzelne Wandbereiche.
Solche Auffälligkeiten sollten nicht vorschnell bewertet, aber unbedingt angesprochen werden.
Nach früherem Schimmel fragen
Wenn eine Stelle auffällig wirkt, kann direkt gefragt werden, ob dort bereits Feuchtigkeit oder Schimmel aufgetreten ist und welche Maßnahmen gegebenenfalls durchgeführt wurden.
Böden kontrollieren
Auch Bodenbeläge sollten angesehen werden.
Achte beispielsweise auf:
- tiefe Kratzer,
- beschädigte Fliesen,
- aufgequollenes Laminat,
- lose Bodenbeläge oder
- starke Unebenheiten.
Fenster prüfen
Fenster beeinflussen Wärme, Geräusche und Wohnkomfort.
Prüfe unter anderem:
- lassen sie sich leicht öffnen,
- lassen sie sich vollständig schließen,
- sind Dichtungen sichtbar beschädigt,
- gibt es Kondenswasser oder
- wirkt der Bereich um das Fenster feucht.
Schallschutz der Fenster einschätzen
Bei einer Wohnung an einer stärker befahrenen Straße kann ein einfacher Test helfen: Fenster kurz öffnen und anschließend schließen.
So lässt sich zumindest subjektiv erkennen, wie stark sich die Geräuschkulisse verändert.
Türen überprüfen
Auch Türen können kurz getestet werden.
Dazu gehören:
- Wohnungseingangstür,
- Zimmertüren,
- Balkontür und
- gegebenenfalls Kellertür.
Sie sollten sich normal öffnen und schließen lassen.
Heizung prüfen
Bei der Besichtigung sollte geklärt werden, welches Heizsystem verwendet wird.
Zum Beispiel:
- Gaszentralheizung,
- Fernwärme,
- Wärmepumpe,
- Etagenheizung oder
- andere Heizsysteme.
Heizkosten erfragen
Die Heizkosten können einen erheblichen Anteil der monatlichen Wohnkosten ausmachen.
Wenn möglich, können frühere Verbrauchswerte oder Abrechnungen zusätzliche Orientierung geben.
Warmwasserversorgung klären
Warmwasser kann beispielsweise über:
- Zentralheizung,
- Boiler,
- Durchlauferhitzer oder
- eine andere Anlage
bereitgestellt werden.
Das kann Auswirkungen auf Strom- oder Heizkosten haben.
Energieausweis ansprechen
Der Energieausweis kann Informationen zum energetischen Zustand des Gebäudes liefern.
Bei einer Besichtigung sollte gefragt werden, ob ein Energieausweis vorliegt und welche Angaben dort enthalten sind.
Energieverbrauch richtig einordnen
Ein Energiekennwert ist nur ein Teil der Gesamtbewertung.
Der tatsächliche individuelle Verbrauch hängt zusätzlich unter anderem von Wohnverhalten, Raumtemperatur, Haushaltsgröße und Wetter ab.
Küche prüfen
Wenn eine Küche Bestandteil der Wohnung ist, sollte geklärt werden:
- gehört sie zur Mietsache,
- welche Geräte gehören dazu,
- wie alt sind die Geräte,
- funktionieren Herd und Backofen,
- ist ein Kühlschrank vorhanden,
- gibt es eine Spülmaschine und
- wer ist bei einem Defekt zuständig.
Einbauküche oder Vormieter-Küche?
Es macht einen Unterschied, ob die Küche dem Vermieter gehört oder vom Vormieter übernommen werden soll.
Bei einer Übernahme sollte geklärt werden:
- welcher Preis verlangt wird,
- welche Geräte dazugehören,
- wie alt die Küche ist und
- ob eine Übernahme verpflichtend oder freiwillig ist.
Bad kontrollieren
Im Badezimmer sollte insbesondere geprüft werden:
- Dusche oder Badewanne,
- Toilette,
- Waschbecken,
- Armaturen,
- Fugen,
- Lüftung,
- Fenster,
- sichtbare Feuchtigkeit und
- Waschmaschinenanschluss.
Wasserdruck testen
Wenn es bei der Besichtigung möglich ist, kann kurz ein Wasserhahn geöffnet werden.
Dadurch lässt sich zumindest grob einschätzen, ob der Wasserdruck auffällig niedrig ist.
Lüftung im Bad prüfen
Innenliegende Badezimmer besitzen häufig eine technische Lüftung.
Bei sichtbaren Feuchtigkeitsspuren kann gefragt werden, wie die Lüftung funktioniert und ob Probleme bekannt sind.
Steckdosen und Stromanschlüsse
Bei älteren Wohnungen kann die Zahl der Steckdosen wichtig sein.
Besonders relevant sind:
- Küche,
- Arbeitsplatz,
- Wohnzimmer,
- Schlafzimmer und
- Waschmaschinenbereich.
Internetanschluss prüfen
Wer im Homeoffice arbeitet oder einen schnellen Internetanschluss benötigt, sollte nicht erst nach dem Einzug prüfen, welche Anschlüsse verfügbar sind.
Fragen können sein:
- Welche Anschlussarten gibt es?
- Ist Glasfaser vorhanden?
- Gibt es Kabelinternet?
- Wo befindet sich die Anschlussdose?
Mobilfunkempfang testen
In Gebäuden mit sehr dicken Wänden kann der Mobilfunkempfang eingeschränkt sein.
Ein kurzer Blick auf das eigene Smartphone kann einen ersten Eindruck geben.
Tageslicht beurteilen
Eine Wohnung kann auf Fotos deutlich heller wirken als in der Realität.
Bei der Besichtigung sollte darauf geachtet werden:
- wie groß die Fenster sind,
- in welche Richtung sie zeigen,
- ob Nachbargebäude Licht verdecken und
- welche Räume besonders dunkel sind.
Ausrichtung der Wohnung
Die Himmelsrichtung kann beeinflussen, wann Sonne in die Wohnung fällt.
Je nach persönlicher Vorliebe kann beispielsweise ein sonniger Balkon am Nachmittag besonders attraktiv sein.
Hellhörigkeit einschätzen
Hellhörigkeit lässt sich bei einer kurzen Besichtigung nur eingeschränkt beurteilen.
Trotzdem können Hinweise erkennbar sein.
Zum Beispiel:
- laute Schritte aus anderen Wohnungen,
- Stimmen aus dem Treppenhaus,
- Geräusche durch Wasserleitungen oder
- deutlich hörbare Nachbarwohnungen.
Nachbarn und Hausstruktur
Je nach persönlicher Situation kann gefragt werden, wie das Gebäude überwiegend genutzt wird.
Zum Beispiel:
- Familien,
- Singles,
- Studenten,
- Gewerbeeinheiten oder
- gemischte Nutzung.
Balkon oder Terrasse prüfen
Bei einem Außenbereich sollten unter anderem betrachtet werden:
- Größe,
- Ausrichtung,
- Zustand,
- Sichtschutz,
- Lärm und
- Nutzbarkeit.
Kellerabteil ansehen
Wenn ein Keller zur Wohnung gehört, sollte dieser nach Möglichkeit ebenfalls besichtigt werden.
Achte dort insbesondere auf:
- Größe,
- Feuchtigkeit,
- Zugang,
- Abschließbarkeit und
- Stromanschluss, falls relevant.
Abstellraum berücksichtigen
Abstellfläche wird bei der Wohnungssuche häufig unterschätzt.
Ein kleiner Abstellraum kann im Alltag beispielsweise Platz bieten für:
- Staubsauger,
- Getränke,
- Vorräte,
- Werkzeug oder
- Haushaltsgegenstände.
Fahrradabstellplatz
Wer regelmäßig Fahrrad fährt, sollte fragen, ob ein geeigneter Abstellplatz vorhanden ist.
Dabei kann unterschieden werden zwischen:
- Fahrradkeller,
- Fahrradraum,
- Innenhof oder
- Außenstellplatz.
Parkplatz und Garage
Bei einem eigenen Auto sollte geklärt werden:
- gehört ein Stellplatz zur Wohnung,
- kostet er extra,
- gibt es eine Garage,
- gibt es Bewohnerparken oder
- wie schwierig ist die Parkplatzsuche in der Umgebung.
Waschmaschine und Trockner
Der Waschmaschinenanschluss kann sich beispielsweise befinden:
- im Badezimmer,
- in der Küche,
- im Keller oder
- in einem gemeinschaftlichen Waschraum.
Wer einen Trockner besitzt, sollte zusätzlich prüfen, ob dafür Platz und Anschluss vorhanden sind.
Aufzug prüfen
Bei oberen Etagen kann ein Aufzug besonders wichtig sein.
Zu beachten sind unter anderem:
- Aufzug vorhanden,
- Größe,
- barrierefreier Zugang und
- ob der Aufzug tatsächlich bis zur Wohnungsetage fährt.
Barrierefreiheit
Wer auf Barrierearmut angewiesen ist oder langfristig plant, kann zusätzlich prüfen:
- Stufen am Eingang,
- Aufzug,
- Türbreiten,
- Schwellen,
- Dusche und
- Bewegungsflächen.
Haustiere klären
Wer ein Haustier besitzt oder anschaffen möchte, sollte das Thema vor Vertragsabschluss ansprechen.
Je nach Tierart und Vertragsgestaltung können unterschiedliche Regelungen gelten.
Eine konkrete Vereinbarung sollte deshalb im späteren Mietvertrag geprüft werden.
Hausordnung ansehen
Eine Hausordnung kann wichtige Regeln enthalten.
Zum Beispiel zu:
- Ruhezeiten,
- Treppenhausreinigung,
- Müll,
- Fahrrädern,
- Waschküche oder
- Gemeinschaftsflächen.
Treppenhaus und Gemeinschaftsflächen
Auch der Zustand außerhalb der eigentlichen Wohnung liefert Hinweise auf das Gebäude.
Achte beispielsweise auf:
- Sauberkeit,
- Beleuchtung,
- Gerüche,
- Feuchtigkeit,
- Müllbereiche und
- allgemeinen Pflegezustand.
Renovierungszustand klären
Vor dem Einzug sollte klar sein, in welchem Zustand die Wohnung übergeben werden soll.
Fragen können sein:
- Werden Wände noch gestrichen?
- Werden beschädigte Böden repariert?
- Werden erkennbare Mängel beseitigt?
- Was übernimmt der aktuelle Mieter?
- Was soll der neue Mieter selbst erledigen?
Versprechen schriftlich festhalten
Wenn vor dem Einzug noch bestimmte Arbeiten durchgeführt werden sollen, ist eine eindeutige schriftliche Vereinbarung sinnvoller als eine rein mündliche Zusage.
Vor Mietbeginn wird die beschädigte Silikonfuge im Bereich der Badewanne erneuert.
Einzugstermin klären
Bei der Besichtigung sollte bereits gefragt werden, ab wann die Wohnung tatsächlich verfügbar ist.
Zu unterscheiden sind:
- gewünschter Mietbeginn,
- tatsächliche Schlüsselübergabe und
- gegebenenfalls mögliche frühere Renovierungsarbeiten.
Warum wird die Wohnung frei?
Die Frage nach dem Grund des Mieterwechsels kann zusätzliche Informationen liefern.
Eine Antwort ist natürlich nicht in jedem Fall aussagekräftig, kann aber weitere Fragen zur Wohnung oder zum Gebäude anstoßen.
Wie lange hat der Vormieter dort gewohnt?
Eine lange Mietdauer kann beispielsweise zeigen, dass die Wohnung über viele Jahre genutzt wurde.
Eine sehr kurze Mietdauer muss nichts Negatives bedeuten, kann aber Anlass für eine weitere Nachfrage sein.
Möbel vom Vormieter übernehmen
Manchmal sollen Möbel oder Einrichtungsgegenstände übernommen werden.
Typische Beispiele:
- Küche,
- Schränke,
- Lampen,
- Regale oder
- Waschmaschine.
Preis, Zustand und freiwillige Übernahme sollten klar voneinander getrennt werden.
Fotos bei der Besichtigung
Bei mehreren Wohnungsbesichtigungen kann man Details schnell verwechseln.
Fotos können deshalb hilfreich sein, sofern der Eigentümer, Vermieter oder aktuelle Bewohner damit einverstanden ist.
Besonders nützlich sind Bilder von:
- Raumaufteilung,
- Küche,
- Bad,
- Balkon,
- auffälligen Stellen und
- Bereichen, die später ausgemessen werden sollen.
Notizen direkt vor Ort machen
Wichtige Details sollten möglichst während oder unmittelbar nach der Besichtigung notiert werden.
Nach mehreren Besichtigungen können sich sonst Wohnungen und Einzelheiten schnell vermischen.
Fragen an den Vermieter
Zu den wichtigen Fragen können gehören:
- Wie hoch sind Kalt- und Warmmiete?
- Welche Nebenkosten sind enthalten?
- Wie hoch ist die Kaution?
- Wann ist die Wohnung frei?
- Welche Heizungsart wird verwendet?
- Gibt es einen Energieausweis?
- Gehört die Küche zur Wohnung?
- Gibt es Keller oder Stellplatz?
- Sind Haustiere möglich?
- Welche Arbeiten werden vor Einzug noch durchgeführt?
Fragen an den aktuellen Mieter
Wenn der aktuelle Mieter anwesend ist, können auch praktische Alltagsthemen interessant sein.
Zum Beispiel:
- Wie laut ist das Haus?
- Wie warm wird die Wohnung im Sommer?
- Gab es Feuchtigkeitsprobleme?
- Wie ist die Parkplatzsituation?
- Wie zuverlässig funktionieren Heizung und Warmwasser?
Wohnungsbesichtigung bei möblierter Wohnung
Bei einer möblierten Wohnung sollte zusätzlich geklärt werden, welche Gegenstände tatsächlich zur Mietsache gehören.
Eine Inventarliste kann später helfen, Möbel und Zustand bei der Übergabe eindeutig festzuhalten.
Persönliche Bewertung nach der Besichtigung
Nach der Besichtigung lohnt sich eine kurze Bewertung, bevor der Eindruck verblasst.
Die Vorlage bietet deshalb Platz für:
- Vorteile,
- Nachteile,
- offene Fragen,
- persönliche Gesamtbewertung und
- Entscheidung.
Bewertungssystem verwenden
Bei mehreren Wohnungen kann ein einfaches Punktesystem helfen.
Lage: 4 von 5
Preis: 3 von 5
Zustand: 4 von 5
Raumaufteilung: 5 von 5
Lärm: 3 von 5
Gesamteindruck: 4 von 5
Nicht unter Zeitdruck entscheiden
Bei stark nachgefragten Wohnungen entsteht schnell das Gefühl, sofort zusagen zu müssen.
Trotzdem sollten wichtige Fragen zu Kosten, Zustand und Vertragsbedingungen möglichst vor einer verbindlichen Entscheidung geklärt werden.
Mietvertrag anschließend genau prüfen
Eine gute Besichtigung ersetzt nicht die Prüfung des späteren Mietvertrags.
Dort können beispielsweise Regelungen enthalten sein zu:
- Miete,
- Nebenkosten,
- Kaution,
- Tierhaltung,
- Schönheitsreparaturen,
- Hausordnung oder
- weiteren Nutzungspflichten.
Wohnungsübergabe später dokumentieren
Wird die Wohnung tatsächlich gemietet, sollte ihr Zustand bei der Schlüsselübergabe erneut genau dokumentiert werden.
Dafür eignet sich ein eigenes Wohnungsübergabeprotokoll.
Eine entsprechende Vorlage findest du unter Wohnungsübergabeprotokoll Vorlage.
Zählerstände bei der Übergabe
Bei der eigentlichen Wohnungsübergabe sollten je nach Wohnung relevante Zählerstände dokumentiert werden.
Dazu können gehören:
- Strom,
- Gas,
- Wasser oder
- andere individuelle Verbrauchszähler.
Schlüsselanzahl dokumentieren
Auch Anzahl und Art der übergebenen Schlüssel gehören in das spätere Übergabeprotokoll.
Zum Beispiel:
- Haustür,
- Wohnung,
- Briefkasten,
- Keller,
- Garage oder
- weitere Gemeinschaftsräume.
Mietkaution nach Ende des Mietverhältnisses
Die Mietkaution spielt nicht nur beim Einzug eine Rolle.
Nach Ende eines Mietverhältnisses kann sich später die Frage nach Abrechnung und Rückzahlung stellen.
Dafür findest du bei uns den Mietkaution Rückzahlung Musterbrief.
Wohnungsbesichtigung zu zweit
Wenn möglich, kann eine zweite Person bei der Besichtigung hilfreich sein.
Vier Augen sehen häufig mehr als zwei und eine Begleitperson kann insbesondere auf Punkte achten, die man selbst im ersten Eindruck übersieht.
Besichtigung bei Tageslicht
Eine Besichtigung bei Tageslicht erleichtert es, Zustand, Helligkeit und mögliche Auffälligkeiten zu beurteilen.
Abendtermine können trotzdem sinnvoll sein, um beispielsweise Verkehr oder Lärm zu einer anderen Tageszeit wahrzunehmen.
Was zur Wohnungsbesichtigung mitnehmen?
Praktisch können sein:
- ausgedruckte Checkliste,
- Stift,
- Smartphone,
- Maßband,
- Notizen zu vorhandenen Möbelmaßen und
- gegebenenfalls benötigte Bewerbungsunterlagen.
Besichtigungsunterlagen vorbereiten
In stark nachgefragten Wohnungsmärkten verlangen Vermieter häufig bereits früh bestimmte Unterlagen.
Welche Unterlagen benötigt werden, sollte direkt beim jeweiligen Vermieter beziehungsweise Makler erfragt werden.
Persönliche Daten nur gezielt weitergeben
Wohnungsinteressenten sollten nicht wahllos unnötige sensible Dokumente an unbekannte Personen versenden.
Es ist sinnvoll, zunächst zu prüfen, wer der tatsächliche Vermieter oder Makler ist und welche Informationen für den jeweiligen Schritt wirklich benötigt werden.
Vorsicht bei ungewöhnlichen Zahlungsforderungen
Eine Besichtigung sollte nicht dazu führen, dass ohne nachvollziehbaren Grund sofort hohe Geldbeträge an unbekannte Empfänger überwiesen werden.
Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn:
- die Wohnung nicht besichtigt werden kann,
- Schlüssel angeblich erst nach Vorauszahlung verschickt werden,
- der vermeintliche Vermieter ausschließlich aus dem Ausland kommuniziert oder
- starker Zeitdruck für eine Zahlung aufgebaut wird.
Typische Fehler bei Wohnungsbesichtigungen
- Nur auf die Optik achten: Kosten, Lärm und technische Punkte werden übersehen.
- Nebenkosten nicht erfragen: Die tatsächliche monatliche Belastung bleibt unklar.
- Feuchtigkeit ignorieren: Auffällige Stellen werden nicht angesprochen.
- Keine Maße nehmen: Möbel passen später nicht in die vorgesehenen Bereiche.
- Keller nicht ansehen: Feuchtigkeit oder sehr geringe Größe werden erst später bemerkt.
- Internet nicht prüfen: Benötigte Anschlussmöglichkeiten fehlen.
- Mündliche Zusagen nicht dokumentieren: Vereinbarte Arbeiten sind später schwer nachweisbar.
- Keine Notizen: Details mehrerer Wohnungen werden miteinander verwechselt.
- Zu schnelle Entscheidung: Wichtige offene Fragen werden erst nach Vertragsabschluss bemerkt.
Word oder PDF – welches Format eignet sich besser?
Beide Downloads enthalten dieselbe umfangreiche Checklistenstruktur.
- Word: ideal, wenn eigene Kriterien ergänzt oder einzelne Bereiche vor der Besichtigung angepasst werden sollen.
- PDF: besonders praktisch zum Ausdrucken, Mitnehmen und direkten Abhaken während der Wohnungsbesichtigung.
Wohnungsbesichtigung Checkliste individuell anpassen
Welche Punkte besonders wichtig sind, hängt von der eigenen Lebenssituation ab.
Familien achten möglicherweise stärker auf Schulen und Kinderzimmer, während Homeoffice-Nutzer Internetanschluss und Arbeitsplatz priorisieren. Autobesitzer benötigen möglicherweise einen Stellplatz, während andere besonders auf die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln achten.
Die Word-Version kann deshalb beliebig um eigene Kriterien ergänzt werden.
Wohnungsbesichtigung Checkliste kostenlos herunterladen
Lade die kostenlose Wohnungsbesichtigung Checkliste als Word- oder PDF-Datei herunter und prüfe Lage, Mietkosten, Zustand, Ausstattung, Energie, Mängel und wichtige Fragen bei der nächsten Besichtigung systematisch.
Häufige Fragen zur Wohnungsbesichtigung
Was sollte ich bei einer Wohnungsbesichtigung prüfen?
Wichtig sind insbesondere Lage, Mietkosten, Nebenkosten, Zustand, Feuchtigkeit, Fenster, Heizung, Küche, Bad, Internet, Lärm, Keller, Außenflächen und mögliche zusätzliche Kosten.
Welche Fragen sollte ich dem Vermieter stellen?
Frage unter anderem nach Warmmiete, Nebenkosten, Kaution, Heizungsart, Energieausweis, Einzugstermin, Küche, Keller, Stellplatz, Tierhaltung und noch geplanten Arbeiten.
Woran erkenne ich Feuchtigkeit oder Schimmel?
Mögliche Hinweise sind dunkle Flecken, Stockflecken, muffiger Geruch, abblätternde Farbe, aufgequollene Tapete oder auffällige Feuchtigkeit an Außenwänden und Fensterbereichen.
Sollte ich bei der Besichtigung Fotos machen?
Fotos können bei mehreren Besichtigungen sehr hilfreich sein. Vor dem Fotografieren sollte jedoch die Zustimmung der anwesenden berechtigten Person eingeholt werden.
Sollte ich ein Maßband mitnehmen?
Ja, insbesondere wenn vorhandene Möbel übernommen werden sollen. Wichtig sind beispielsweise Wandbreiten, Nischen, Türbreiten sowie Stellplätze für Schränke, Waschmaschine oder Kühlschrank.
Was gehört alles zur Warmmiete?
Welche Kosten in der genannten Warmmiete enthalten sind, sollte konkret erfragt werden. Strom, Internet und weitere individuelle Verträge werden häufig separat bezahlt.
Wie hoch darf die Mietkaution sein?
Bei Wohnraummietverhältnissen darf eine als Geldsumme vereinbarte Mietsicherheit grundsätzlich höchstens drei monatliche Nettokaltmieten betragen. Maßgeblich ist § 551 BGB.
Sollte ich den Keller mitbesichtigen?
Ja, wenn ein Kellerabteil zur Wohnung gehört. Dabei können insbesondere Größe, Feuchtigkeit, Zugang und Abschließbarkeit geprüft werden.
Wie kann ich Hellhörigkeit feststellen?
Während einer kurzen Besichtigung ist das nur eingeschränkt möglich. Achte auf Geräusche aus Nachbarwohnungen, Treppenhaus, Straßenverkehr und Wasserleitungen und frage gegebenenfalls aktuelle Bewohner nach ihren Erfahrungen.
Sollte ich die Wohnung bei Tageslicht besichtigen?
Wenn möglich, ja. Tageslicht erleichtert die Beurteilung von Helligkeit, Zustand, Flecken und anderen Auffälligkeiten. Ein zusätzlicher Eindruck am Abend kann für Verkehr und Lärm interessant sein.
Was mache ich mit mündlich zugesagten Reparaturen?
Sollen vor Einzug bestimmte Arbeiten durchgeführt werden, ist eine klare schriftliche Vereinbarung sinnvoller als eine ausschließlich mündliche Zusage.
Brauche ich nach der Besichtigung noch ein Übergabeprotokoll?
Wenn die Wohnung tatsächlich gemietet wird, ist ein Übergabeprotokoll bei der Schlüsselübergabe sehr sinnvoll. Darin können Zustand, vorhandene Mängel, Zählerstände und übergebene Schlüssel dokumentiert werden.
Kann ich die Word-Checkliste bearbeiten?
Ja. Die Word-Version lässt sich an die eigenen Prioritäten anpassen. Eigene Fragen und Bewertungskriterien können jederzeit ergänzt werden.