Nachhilfevertrag Vorlage (Word & PDF)

Kostenlose Vorlage für private Nachhilfe – mit Unterricht, Honorar, Terminen, Absagen, Laufzeit und Unterschriften.

Vorlage herunterladen

Mit unserer kostenlosen Nachhilfevertrag Vorlage können Nachhilfelehrer, Schüler und Eltern die wichtigsten Bedingungen des Unterrichts schriftlich festhalten. Dazu gehören beispielsweise Unterrichtsfach, Termine, Dauer der Unterrichtseinheiten, Honorar, Zahlungsweise, Absagen und Vertragslaufzeit.

Die Vorlage eignet sich besonders für private Nachhilfe, Einzelunterricht und Online-Nachhilfe. Sie steht als Word-Datei und PDF zur Verfügung und kann an die jeweilige Unterrichtsvereinbarung angepasst werden.

Nachhilfevertrag kostenlos herunterladen

Du kannst den Vertrag in zwei Formaten verwenden:

  • PDF: direkt ausdrucken und handschriftlich ausfüllen.
  • Word: Namen, Unterrichtszeiten, Honorar und individuelle Vereinbarungen am Computer ergänzen.

Das Muster ist für einfache Nachhilfevereinbarungen gedacht. Bei gewerblichen Nachhilfeinstituten, umfangreichen Vertragsbedingungen oder längerfristigen Verbraucherverträgen können zusätzliche Anforderungen bestehen.

Was ist ein Nachhilfevertrag?

Ein Nachhilfevertrag regelt die Bedingungen, unter denen zusätzlicher Unterricht außerhalb des regulären Schulunterrichts angeboten wird.

Typische Punkte sind:

  • beteiligte Personen
  • Unterrichtsfach oder mehrere Fächer
  • Unterrichtsform
  • Ort des Unterrichts
  • Dauer und Häufigkeit
  • Honorar
  • Zahlungsweise
  • Regelungen bei Ausfall
  • Laufzeit
  • Kündigung

Eine schriftliche Vereinbarung ist besonders praktisch, weil beide Seiten später nachvollziehen können, was zu Beginn der Nachhilfe vereinbart wurde.

Für wen eignet sich die Vorlage?

Das Muster kann für unterschiedliche Formen privater Nachhilfe angepasst werden.

Beispielsweise für:

  • private Nachhilfelehrer
  • Studenten, die Nachhilfe geben
  • Schüler, die jüngere Schüler unterstützen
  • Eltern und Erziehungsberechtigte
  • Einzelunterricht
  • kleine Lerngruppen
  • Online-Nachhilfe
  • Prüfungsvorbereitung

Welche Angaben gehören in einen Nachhilfevertrag?

Der Vertrag sollte so konkret sein, dass Unterricht und Bezahlung für beide Seiten eindeutig nachvollziehbar sind.

Sinnvoll sind insbesondere:

  • Name und Kontaktdaten des Nachhilfelehrers
  • Name des Schülers
  • bei Minderjährigen Angaben zum Erziehungsberechtigten
  • Unterrichtsfach oder Unterrichtsfächer
  • Unterrichtsziel
  • Unterrichtsort oder Online-Plattform
  • Dauer einer Unterrichtseinheit
  • Häufigkeit der Termine
  • Honorar
  • Zahlungsweise
  • Umgang mit abgesagten Stunden
  • Vertragsbeginn
  • Laufzeit und Kündigung
  • Ort, Datum und Unterschriften

Beispiel für einen privaten Nachhilfevertrag

Beispiel

Der Nachhilfeunterricht findet einmal wöchentlich im Fach Mathematik statt.

Eine Unterrichtseinheit dauert 60 Minuten. Das Honorar beträgt 25 Euro pro Unterrichtseinheit.

Die Termine werden zwischen Nachhilfelehrer und Erziehungsberechtigten abgestimmt.

Der Unterricht beginnt am 1. Oktober 2026.

Unterrichtsfach und Lernziel festhalten

Im Vertrag sollte möglichst genau stehen, in welchem Fach Nachhilfe erteilt wird.

Bei mehreren Fächern können beispielsweise eingetragen werden:

  • Mathematik
  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch
  • Physik
  • Chemie
  • weitere Schulfächer

Zusätzlich kann das allgemeine Unterrichtsziel beschrieben werden, beispielsweise Prüfungsvorbereitung, Wiederholung des Unterrichtsstoffs oder Unterstützung bei bestimmten Themen.

Keinen bestimmten Lernerfolg garantieren

Nachhilfe dient der Unterstützung beim Lernen. Ein bestimmter schulischer Erfolg lässt sich jedoch nicht allein durch einen Vertrag garantieren.

Deshalb sollte der Vertrag nicht versprechen, dass beispielsweise eine bestimmte Note, das Bestehen einer Prüfung oder eine konkrete Leistungssteigerung sicher erreicht wird.

Sinnvoller ist eine Formulierung wie:

Formulierung

Ziel des Unterrichts ist die individuelle Unterstützung beim Verständnis und bei der Vertiefung des vereinbarten Lernstoffs. Ein bestimmter schulischer Erfolg wird nicht geschuldet.

Einzelunterricht oder Gruppenunterricht?

Auch die Unterrichtsform sollte im Vertrag festgehalten werden.

Möglich sind beispielsweise:

  • Einzelunterricht
  • Unterricht mit zwei Schülern
  • kleine Lerngruppe
  • Online-Einzelunterricht
  • Online-Gruppenunterricht

Bei Gruppenunterricht kann zusätzlich die maximale Gruppengröße eingetragen werden.

Nachhilfe zu Hause

Findet der Unterricht beim Schüler oder Nachhilfelehrer zu Hause statt, sollte die entsprechende Adresse angegeben werden.

Bei wechselnden Unterrichtsorten kann beispielsweise vereinbart werden, dass die Termine jeweils vorher abgestimmt werden.

Nachhilfe online vereinbaren

Die Vorlage kann auch für Online-Nachhilfe verwendet werden.

Zusätzlich können dabei beispielsweise festgelegt werden:

  • verwendete Plattform
  • technische Voraussetzungen
  • Versand von Arbeitsmaterialien
  • Umgang mit technischen Störungen
  • alternative Kontaktmöglichkeit

Statt einzelne Markennamen dauerhaft in den Vertrag aufzunehmen, kann auch neutral „Videokonferenz-Plattform“ eingetragen werden.

Dauer einer Nachhilfestunde festlegen

Der Begriff „Nachhilfestunde“ ist nicht automatisch gleichbedeutend mit 60 Minuten. Deshalb sollte die Dauer einer Unterrichtseinheit ausdrücklich angegeben werden.

Typische Varianten sind beispielsweise:

  • 45 Minuten
  • 60 Minuten
  • 90 Minuten
  • 120 Minuten

So ist auch eindeutig, auf welche Unterrichtsdauer sich das vereinbarte Honorar bezieht.

Wie oft soll die Nachhilfe stattfinden?

Die Häufigkeit kann fest vereinbart oder flexibel abgestimmt werden.

Beispiele:

  • einmal pro Woche
  • zweimal pro Woche
  • 14-tägig
  • nach Bedarf
  • intensiver vor Klassenarbeiten
  • nur während eines bestimmten Prüfungszeitraums

Bei regelmäßigem Unterricht bietet sich ein fester Wochentag an. Bei flexiblen Terminen sollte klar sein, wie die Terminvereinbarung erfolgt.

Honorar im Nachhilfevertrag festlegen

Das vereinbarte Honorar gehört zu den wichtigsten Punkten des Vertrags.

Es sollte eindeutig angegeben werden:

  • Betrag
  • Dauer der zugehörigen Unterrichtseinheit
  • Zahlungszeitpunkt
  • Zahlungsart
  • gegebenenfalls zusätzliche Kosten

Eine Formulierung könnte beispielsweise lauten:

Honorar

Das Honorar beträgt 25,00 Euro pro Unterrichtseinheit von 60 Minuten.

Barzahlung oder Überweisung?

Auch die Zahlungsart sollte festgelegt werden, damit später keine Unklarheiten entstehen.

Mögliche Varianten sind:

  • Barzahlung nach jeder Stunde
  • monatliche Überweisung
  • wöchentliche Überweisung
  • Zahlung nach Rechnung

Bei regelmäßigen Überweisungen kann zusätzlich ein konkreter Fälligkeitstag angegeben werden.

Monatspauschale oder Bezahlung pro Stunde?

Nachhilfe kann entweder nach tatsächlich stattgefundenen Unterrichtseinheiten oder über eine feste monatliche Vergütung abgerechnet werden.

Bei einer Monatspauschale sollte besonders klar geregelt werden, wie mit Ferien, Feiertagen, Krankheit und ausgefallenen Stunden umgegangen wird.

Bei Bezahlung pro Unterrichtseinheit ist dagegen leichter nachvollziehbar, welche Stunden tatsächlich berechnet werden.

Was gilt bei abgesagten Nachhilfestunden?

Absageregelungen sollten ausdrücklich vereinbart werden. Eine allgemeine gesetzliche Regel, nach der jede weniger als 24 Stunden vorher abgesagte Nachhilfestunde automatisch vollständig bezahlt werden muss, gibt es so nicht.

Stattdessen können die Parteien beispielsweise vereinbaren:

  • kostenlose Absage bis zu einer bestimmten Frist
  • Nachholtermin
  • anteilige Vergütung bei kurzfristiger Absage
  • volle Vergütung bei Nichterscheinen, sofern wirksam vereinbart

Die Regelung sollte angemessen und für beide Seiten verständlich formuliert sein.

Beispiel für eine Absageregelung

Beispiel

Kann ein vereinbarter Unterrichtstermin nicht wahrgenommen werden, soll die andere Seite möglichst frühzeitig informiert werden.

Unter welchen Voraussetzungen eine ausgefallene Unterrichtseinheit nachgeholt oder berechnet wird, richtet sich nach der nachfolgend vereinbarten Regelung.

Eine solche offene Formulierung ist für ein allgemeines Muster besser als eine starre 24-Stunden-Klausel, die für jeden Vertragsfall dieselbe Rechtsfolge vorgibt.

Wenn der Nachhilfelehrer absagt

Fällt der Unterricht aus Gründen aus, die auf Seiten des Nachhilfelehrers liegen, sollte ebenfalls geregelt sein, was passiert.

Beispielsweise kann vereinbart werden:

  • Nachholtermin
  • keine Berechnung der ausgefallenen Stunde
  • Verrechnung mit der nächsten Zahlung

Krankheit des Schülers

Gerade bei Kindern sind kurzfristige Erkrankungen nicht ungewöhnlich.

Der Vertrag kann deshalb ausdrücklich festhalten, wie Krankheit behandelt wird und ob beziehungsweise unter welchen Voraussetzungen ein Nachholtermin angeboten wird.

Dadurch lassen sich spätere Diskussionen über die Vergütung vermeiden.

Ferien und Feiertage regeln

Bei regelmäßiger Nachhilfe sollte auch geklärt werden, ob der Unterricht während Schulferien und an Feiertagen stattfindet.

Mögliche Vereinbarungen sind:

  • kein Unterricht in den Schulferien
  • Unterricht nach individueller Absprache
  • Prüfungsvorbereitung auch während der Ferien
  • keine Termine an gesetzlichen Feiertagen

Vertragsbeginn festlegen

Der Beginn des Nachhilfeverhältnisses sollte eindeutig eingetragen werden.

Beispiel

Der Nachhilfeunterricht beginnt am 01.10.2026.

Bei einer Probephase kann zusätzlich vereinbart werden, dass zunächst nur eine bestimmte Anzahl von Unterrichtseinheiten vorgesehen ist.

Befristeter Nachhilfevertrag

Ein Nachhilfevertrag kann für einen bestimmten Zeitraum geschlossen werden.

Beispielsweise:

  • bis zum Ende eines Schulhalbjahres
  • bis zum Schuljahresende
  • für zehn Unterrichtseinheiten
  • bis zu einer bestimmten Prüfung

Bei einem wirksam befristeten Dienstverhältnis endet der Vertrag grundsätzlich mit Ablauf der vereinbarten Zeit. § 620 BGB enthält hierzu die allgemeinen Regelungen für Dienstverhältnisse.

Unbefristeter Nachhilfevertrag

Alternativ kann die Nachhilfe ohne festes Enddatum vereinbart werden.

Dann sollte geregelt sein, unter welchen Voraussetzungen und mit welcher Frist der Vertrag ordentlich beendet werden kann.

Welche Kündigungsfrist gilt?

Eine allgemeine gesetzliche Zwei-Wochen-Frist zum Monatsende gilt nicht automatisch für jeden Nachhilfevertrag.

§ 621 BGB unterscheidet bei Dienstverhältnissen, die keine Arbeitsverhältnisse sind, unter anderem danach, für welchen Zeitraum die Vergütung bemessen wird.

Bei monatlich bemessener Vergütung sieht die Vorschrift beispielsweise grundsätzlich eine Kündigung spätestens am 15. eines Monats zum Monatsende vor.

Die Parteien können im Rahmen der gesetzlichen Grenzen auch eine passende vertragliche Regelung treffen.

Die gesetzliche Grundlage findest du unter § 621 BGB.

Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund

Unabhängig von einer normalen Kündigungsfrist kann ein Dienstverhältnis unter bestimmten Voraussetzungen aus wichtigem Grund außerordentlich beendet werden.

§ 626 BGB verlangt dafür Umstände, aufgrund derer die Fortsetzung des Vertrags bis zum regulären Ende beziehungsweise Ablauf der Kündigungsfrist nicht zumutbar ist.

Ob ein wichtiger Grund vorliegt, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab.

Wer schließt den Vertrag bei minderjährigen Schülern?

Bei minderjährigen Schülern sollte die vertragliche Seite der Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten sauber geregelt werden.

Statt den minderjährigen Schüler automatisch allein als zahlungspflichtigen Vertragspartner zu behandeln, ist es in der Praxis meist sinnvoll, den Erziehungsberechtigten als Vertragspartner beziehungsweise Zustimmungsperson aufzunehmen.

Die Vorlage enthält deshalb eigene Felder für:

  • Schüler
  • Nachhilfelehrer
  • Erziehungsberechtigte

Muss ein minderjähriger Schüler unterschreiben?

Eine zusätzliche Unterschrift des Schülers kann dokumentieren, dass die Unterrichtsregeln bekannt sind.

Für die Frage, wer den Vertrag rechtlich wirksam abschließt und die Vergütung schuldet, ist bei Minderjährigen jedoch insbesondere die Beteiligung des gesetzlichen Vertreters wichtig.

Pflichten des Nachhilfelehrers

Im Vertrag können grundlegende Erwartungen an den Unterricht festgehalten werden.

Zum Beispiel:

  • vereinbarte Termine einhalten
  • Unterricht vorbereiten
  • Lernstoff verständlich vermitteln
  • vereinbarte Unterrichtsdauer einhalten
  • persönliche Informationen vertraulich behandeln
  • rechtzeitig über eigene Ausfälle informieren

Pflichten des Schülers

Auch die Erwartungen an den Schüler können kurz beschrieben werden.

Dazu können gehören:

  • pünktlich erscheinen
  • benötigte Schulunterlagen bereithalten
  • vereinbarte Aufgaben bearbeiten
  • rechtzeitig über Terminprobleme informieren
  • respektvoll mit dem Nachhilfelehrer umgehen

Haftungsklauseln nicht zu pauschal formulieren

Die bisherige Smartvorlagen-Datei enthält eine Klausel, wonach für Sach- oder Personenschäden nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz gehaftet werde.

Eine solche pauschale Haftungsbeschränkung sollte nicht ungeprüft als allgemeine Standardklausel verwendet werden. Haftung lässt sich insbesondere bei Personenschäden und bestimmten gesetzlichen Haftungstatbeständen nicht beliebig ausschließen.

Für ein allgemeines Muster ist deshalb eine zurückhaltendere Formulierung sinnvoller.

Vertraulichkeit im Nachhilfeunterricht

Nachhilfelehrer erhalten häufig Einblick in schulische und teilweise persönliche Informationen.

Eine kurze Vertraulichkeitsregel kann deshalb sinnvoll sein.

Beispielsweise:

Formulierung

Persönliche und schulische Informationen, die im Zusammenhang mit dem Unterricht bekannt werden, werden vertraulich behandelt und nicht ohne berechtigten Grund an Dritte weitergegeben.

Lernmaterialien und Kopien

Im Vertrag kann außerdem geregelt werden, wer Unterrichtsmaterial bereitstellt und ob zusätzliche Kosten entstehen.

Beispielsweise:

  • Schulbücher stellt der Schüler bereit.
  • Arbeitsblätter bringt der Nachhilfelehrer mit.
  • Kostenpflichtige Zusatzmaterialien werden vorher abgestimmt.

Online-Unterricht und Datenschutz

Bei Online-Nachhilfe sollten beide Seiten darauf achten, welche Kommunikations- und Videoplattform eingesetzt wird und welche personenbezogenen Daten darüber verarbeitet werden.

Insbesondere bei minderjährigen Schülern sollte vermieden werden, unnötige persönliche Informationen öffentlich oder in frei zugänglichen Online-Räumen zu teilen.

Nachhilfevertrag und Arbeitsvertrag nicht verwechseln

Ein privater Nachhilfevertrag mit einem selbstständig tätigen Nachhilfelehrer ist nicht automatisch ein Arbeitsvertrag.

Wie ein Vertragsverhältnis rechtlich einzuordnen ist, hängt jedoch nicht allein von seiner Überschrift ab, sondern von der tatsächlichen Ausgestaltung und Durchführung.

Wer dauerhaft für ein Nachhilfeinstitut nach festen Vorgaben arbeitet, kann deshalb in einer anderen rechtlichen Situation sein als ein selbstständiger privater Nachhilfelehrer.

Private Nachhilfe und gewerbliche Nachhilfe unterscheiden

Unsere Vorlage ist vor allem für einfache private Unterrichtsvereinbarungen gedacht.

Ein gewerbliches Nachhilfeinstitut benötigt möglicherweise umfangreichere Vertragsbedingungen, beispielsweise zu:

  • monatlichen Beiträgen
  • Mindestlaufzeiten
  • Ferienzeiten
  • Gruppenwechseln
  • Online-Portalen
  • Verbraucherinformationen
  • Widerrufsrechten bei bestimmten Vertragsschlüssen

Für solche Geschäftsmodelle sollte ein individuell abgestimmter Vertrag verwendet werden.

Nachhilfevertrag bei Online-Abschluss

Wird ein entgeltlicher Nachhilfevertrag mit einem Unternehmen ausschließlich online oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen, können verbraucherrechtliche Informations- und gegebenenfalls Widerrufsvorschriften eine Rolle spielen.

Eine private Vereinbarung zwischen zwei Privatpersonen ist damit nicht automatisch gleichzusetzen.

Keine unnötige Erfolgsgarantie aufnehmen

Formulierungen wie „Verbesserung um mindestens zwei Noten“ oder „Bestehensgarantie“ sollten nicht verwendet werden, wenn ein solcher Erfolg nicht tatsächlich garantiert werden kann und soll.

Nachhilfe kann Lernprozesse unterstützen, hängt aber auch von vielen Faktoren außerhalb des Einflusses des Nachhilfelehrers ab.

Fortschritt trotzdem dokumentieren

Unabhängig vom Vertrag kann es sinnvoll sein, Lernziele regelmäßig festzuhalten.

Beispielsweise:

  • aktuelle Themen
  • Schwierigkeiten
  • Übungsziele
  • Klassenarbeitstermine
  • bearbeitete Aufgaben

Das ist keine zwingende Vertragsangabe, kann die Zusammenarbeit aber übersichtlicher machen.

Nachhilfestunden dokumentieren

Gerade bei Bezahlung pro Unterrichtseinheit kann eine einfache Stundenübersicht hilfreich sein.

Festgehalten werden können:

  • Datum
  • Dauer
  • Fach
  • Honorar
  • bezahlt / offen

So lassen sich spätere Unklarheiten bei der Abrechnung vermeiden.

So verwendest du die Nachhilfevertrag Vorlage

Die Vorlage lässt sich in wenigen Schritten anpassen:

  1. Datei herunterladen: Wähle Word oder PDF.
  2. Vertragspartner eintragen: Ergänze Nachhilfelehrer, Schüler und gegebenenfalls Erziehungsberechtigte.
  3. Fach festlegen: Trage Unterrichtsfach und Lernziel ein.
  4. Unterricht organisieren: Bestimme Ort, Dauer und Häufigkeit.
  5. Honorar vereinbaren: Ergänze Betrag und Zahlungsweise.
  6. Absagen regeln: Vereinbare, wie ausgefallene Termine behandelt werden.
  7. Laufzeit festlegen: Wähle befristet oder unbefristet.
  8. Kündigung prüfen: Trage eine passende Regelung ein.
  9. Unterschreiben: Beide Vertragsseiten erhalten eine vollständige Ausfertigung.

Typische Fehler bei einem Nachhilfevertrag

Viele Konflikte lassen sich durch wenige klare Angaben vermeiden.

  • Dauer einer Stunde fehlt: 25 Euro pro „Stunde“ ist ohne Minutenangabe unklar.
  • Absagen nicht geregelt: führt häufig zu Streit über die Bezahlung.
  • Ferien vergessen: bei regelmäßiger Nachhilfe sollte geklärt werden, was in schulfreien Zeiten gilt.
  • starre Kündigungsfrist übernommen: nicht jede gesetzliche Konstellation ist gleich.
  • Minderjährige allein als Vertragspartner behandelt: Erziehungsberechtigte sollten sauber einbezogen werden.
  • Erfolg garantiert: einen bestimmten Notensprung nicht ohne Weiteres versprechen.
  • Haftung pauschal ausgeschlossen: allgemeine Haftungsausschlüsse können problematisch sein.

Word oder PDF – welches Format eignet sich besser?

Beide Versionen enthalten dieselben grundlegenden Vertragsbereiche.

  • Word: ideal für individuell vereinbarte Unterrichtszeiten, Honorare und Absageregelungen.
  • PDF: praktisch zum Ausdrucken und handschriftlichen Ausfüllen.

Nachhilfevertrag Vorlage individuell anpassen

Die Vorlage ist ein allgemeines Muster für einfache Nachhilfevereinbarungen.

Bei gewerblichen Nachhilfeangeboten, längeren Vertragsbindungen, besonderen Zahlungsmodellen oder rechtlich komplexen Situationen kann eine individuelle Vertragsprüfung sinnvoll sein.

Nachhilfevertrag kostenlos herunterladen

Lade die kostenlose Vorlage als Word- oder PDF-Datei herunter und ergänze Unterricht, Honorar, Termine, Absageregelung und Laufzeit.

Häufige Fragen zum Nachhilfevertrag

Ist ein schriftlicher Nachhilfevertrag vorgeschrieben?

Für eine einfache Nachhilfevereinbarung ist ein schriftlicher Vertrag nicht generell gesetzlich vorgeschrieben. Schriftliche Absprachen sind aber praktisch, weil Honorar, Termine, Absagen und Laufzeit nachvollziehbar dokumentiert werden.

Was gehört in einen Nachhilfevertrag?

Typische Angaben sind Vertragspartner, Unterrichtsfach, Unterrichtsort, Dauer und Häufigkeit der Termine, Honorar, Zahlungsweise, Regelungen zu Absagen sowie Laufzeit und Kündigung.

Wer unterschreibt bei einem minderjährigen Schüler?

Bei minderjährigen Schülern sollten die Erziehungsberechtigten beziehungsweise gesetzlichen Vertreter in die vertragliche Vereinbarung einbezogen werden. Eine zusätzliche Unterschrift des Schülers kann ebenfalls vorgesehen werden.

Wie hoch darf das Honorar für Nachhilfe sein?

Die konkrete Vergütung wird zwischen den Beteiligten vereinbart. Wichtig ist, dass klar angegeben wird, welcher Betrag für welche Unterrichtsdauer gilt.

Muss eine kurzfristig abgesagte Stunde bezahlt werden?

Das lässt sich nicht pauschal für jeden Nachhilfevertrag beantworten. Entscheidend sind die konkrete Vereinbarung und die rechtlichen Umstände. Eine klare und angemessene Absageregelung sollte deshalb ausdrücklich im Vertrag festgehalten werden.

Welche Kündigungsfrist gilt für einen Nachhilfevertrag?

Das hängt unter anderem von Vertragslaufzeit, Vertragsart und Vergütungsmodell ab. § 621 BGB enthält für bestimmte Dienstverhältnisse unterschiedliche gesetzliche Kündigungsfristen. Eine pauschale Zwei-Wochen-Frist gilt nicht automatisch für jeden Vertrag.

Kann ein Nachhilfevertrag befristet werden?

Ja. Beispielsweise kann Nachhilfe bis zum Ende eines Schulhalbjahres, bis zu einer Prüfung oder für eine bestimmte Anzahl von Unterrichtseinheiten vereinbart werden.

Kann Nachhilfe online stattfinden?

Ja. Im Vertrag können Online-Unterricht, verwendete Plattform, Unterrichtsdauer und gegebenenfalls Regelungen für technische Störungen festgehalten werden.

Garantiert ein Nachhilfelehrer bessere Noten?

Ein bestimmter schulischer Erfolg lässt sich durch Nachhilfe nicht automatisch garantieren. Der Vertrag sollte deshalb eher die ordnungsgemäße Durchführung und das Lernziel beschreiben als eine konkrete Note versprechen.

Kann die Nachhilfe während der Ferien pausieren?

Ja. Die Beteiligten können vereinbaren, dass während der Schulferien kein Unterricht stattfindet oder Termine nur nach Absprache durchgeführt werden.

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