Teilzeitarbeitsvertrag Vorlage (Word & PDF)
Kostenlose Vorlage für ein Teilzeitarbeitsverhältnis – mit Wochenarbeitszeit, Arbeitstagen, Vergütung, Urlaub, Überstunden, Probezeit und Kündigung.
Vorlage herunterladen
Mit unserer kostenlosen Teilzeitarbeitsvertrag Vorlage kannst du die wichtigsten Bedingungen eines Arbeitsverhältnisses mit reduzierter Arbeitszeit schriftlich festhalten. Das Muster enthält Bereiche für Tätigkeit, Arbeitsort, wöchentliche Arbeitszeit, Verteilung auf einzelne Arbeitstage, Vergütung, Mehrarbeit, Urlaub, Arbeitsunfähigkeit, Probezeit und Kündigung.
Die Vorlage steht als PDF und Word-Datei zur Verfügung. Die PDF-Version eignet sich zum Ausdrucken und handschriftlichen Ausfüllen. Die Word-Version kannst du direkt am Computer bearbeiten und an die konkrete Stelle, Arbeitszeit und Vergütung anpassen.
Was ist ein Teilzeitarbeitsvertrag?
Ein Teilzeitarbeitsvertrag ist ein Arbeitsvertrag, bei dem die regelmäßige Arbeitszeit geringer ist als die eines vergleichbaren Vollzeitbeschäftigten.
§ 2 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes definiert einen Arbeitnehmer als teilzeitbeschäftigt, wenn seine regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers.
Den aktuellen Gesetzestext findest du unter § 2 TzBfG.
Für welche Teilzeitstellen eignet sich die Vorlage?
Die Vorlage kann für zahlreiche Tätigkeiten mit regelmäßig reduzierter Arbeitszeit angepasst werden.
Beispiele sind:
- Büro- und Verwaltungstätigkeiten
- Verkauf
- Service und Kundenbetreuung
- Marketing
- Assistenz
- Handwerk
- Gastronomie
- Pflege und Betreuung
- Lager und Logistik
- andere sozialversicherungspflichtige Teilzeitstellen
Welche Angaben gehören in einen Teilzeitarbeitsvertrag?
Der Vertrag sollte die wesentlichen Arbeitsbedingungen möglichst eindeutig festhalten.
- Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Namen und Anschriften.
- Arbeitsbeginn: Beginn des Arbeitsverhältnisses.
- Tätigkeit: Aufgaben und Position.
- Arbeitsort: regelmäßiger Einsatzort oder vereinbarte Einsatzorte.
- Wochenarbeitszeit: vereinbarte Anzahl der Stunden.
- Arbeitstage: Verteilung der Arbeitszeit.
- Vergütung: Monatsgehalt oder Stundenlohn.
- Mehrarbeit: Voraussetzungen und Ausgleich.
- Urlaub: jährlicher Urlaubsanspruch.
- Probezeit: soweit vereinbart.
- Kündigung: geltende Kündigungsregelungen.
So verwendest du die Teilzeitarbeitsvertrag Vorlage
- Datei herunterladen: Wähle Word oder PDF.
- Vertragspartner eintragen: Ergänze Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
- Tätigkeit beschreiben: Trage Position und Aufgabenbereich ein.
- Arbeitszeit festlegen: Bestimme die regelmäßige Wochenarbeitszeit.
- Arbeitstage eintragen: Lege fest, an welchen Tagen gearbeitet wird oder wie die Verteilung erfolgt.
- Vergütung ergänzen: Trage Monatsgehalt oder Stundenlohn ein.
- Mehrarbeit regeln: Lege Voraussetzungen und Ausgleich fest.
- Urlaub eintragen: Berücksichtige die Zahl der regelmäßigen Arbeitstage.
- Probezeit und Kündigung prüfen: Passe die Regelungen an das Arbeitsverhältnis an.
- Vertrag vollständig dokumentieren: Beide Parteien erhalten eine Ausfertigung.
Beispiel für einen Teilzeitarbeitsvertrag
Tätigkeit: kaufmännische Mitarbeiterin
Beginn: 01.11.2026
Arbeitszeit: 25 Stunden pro Woche
Arbeitstage: Montag bis Freitag
Arbeitszeit: grundsätzlich 9:00 bis 14:00 Uhr
Vergütung: 2.100 Euro brutto monatlich
Arbeitsverhältnis: unbefristet
Regelmäßige Wochenarbeitszeit festlegen
Die regelmäßige Arbeitszeit gehört zu den wichtigsten Angaben eines Teilzeitarbeitsvertrags. Sie sollte möglichst konkret angegeben werden.
Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 24 Stunden pro Woche.
Eine klare Stundenangabe erleichtert die Berechnung der Vergütung und verhindert Unklarheiten darüber, welcher Arbeitsumfang geschuldet wird.
Arbeitszeit auf feste Wochentage verteilen
Bei einer regelmäßigen Teilzeitstelle können die Arbeitstage bereits im Vertrag festgelegt werden.
Die regelmäßige Arbeitszeit wird auf Montag, Dienstag und Mittwoch mit jeweils acht Stunden verteilt.
Diese Variante bietet beiden Seiten eine hohe Planungssicherheit.
Teilzeit an fünf Tagen pro Woche
Teilzeit bedeutet nicht automatisch, dass nur an wenigen Tagen gearbeitet wird. Eine reduzierte Wochenarbeitszeit kann auch auf fünf Arbeitstage verteilt werden.
Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 25 Stunden pro Woche und wird grundsätzlich von Montag bis Freitag mit fünf Stunden täglich erbracht.
Teilzeit an drei oder vier Tagen
Alternativ können längere tägliche Arbeitszeiten auf weniger Wochentage verteilt werden.
Beispielsweise:
- 20 Stunden auf 4 Tage
- 24 Stunden auf 3 Tage
- 30 Stunden auf 4 Tage
Die konkrete Verteilung sollte zum Betrieb und zur persönlichen Planung des Arbeitnehmers passen.
Warum die Anzahl der Arbeitstage wichtig ist
Nicht nur die wöchentliche Stundenzahl ist relevant. Auch die Zahl der regelmäßigen Arbeitstage kann beispielsweise für die Berechnung des Urlaubsanspruchs wichtig sein.
Deshalb sollte der Vertrag möglichst deutlich erkennen lassen, an wie vielen Tagen pro Woche regelmäßig gearbeitet wird.
Flexible Arbeitszeiten vereinbaren
Bei manchen Arbeitsplätzen lässt sich die genaue Arbeitszeit nicht dauerhaft auf bestimmte Uhrzeiten festlegen.
Dann kann beispielsweise eine Verteilung nach Dienstplan oder innerhalb eines vereinbarten Arbeitszeitrahmens vorgesehen werden.
Die Regelung sollte trotzdem so konkret sein, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber wissen, welchen Arbeitsumfang und welche Planbarkeit sie erwarten können.
Dienstplan bei Teilzeit
Wird die Arbeitszeit nach Dienstplan verteilt, sollte der Vertrag festlegen, dass die vereinbarte regelmäßige Wochenarbeitszeit dadurch nicht beliebig erhöht wird.
Zusätzlich können Regelungen zur Bekanntgabe der Dienstpläne sinnvoll sein.
Arbeit auf Abruf gesondert behandeln
Eine flexible Teilzeitstelle ist nicht automatisch mit Arbeit auf Abruf gleichzusetzen.
Bei echter Arbeit auf Abruf gelten besondere gesetzliche Vorgaben nach § 12 TzBfG. Deshalb sollte ein normaler Teilzeitarbeitsvertrag nicht unbeabsichtigt als Abrufarbeitsvertrag formuliert werden.
Tätigkeit genau beschreiben
Der Vertrag sollte eine kurze Beschreibung der geschuldeten Tätigkeit enthalten.
Der Arbeitnehmer wird als kaufmännischer Mitarbeiter im Bereich Kundenservice beschäftigt. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere die Bearbeitung von Kundenanfragen, Auftragserfassung und allgemeine administrative Tätigkeiten.
Arbeitsort festlegen
Auch der Arbeitsort sollte im Vertrag genannt werden.
Je nach Stelle kann dies sein:
- fester Unternehmensstandort
- Filiale
- wechselnde Einsatzorte
- teilweise mobiles Arbeiten
- Homeoffice nach gesonderter Vereinbarung
Vergütung im Teilzeitarbeitsvertrag
Die Vergütung kann beispielsweise als festes monatliches Bruttogehalt oder anhand eines Stundenlohns vereinbart werden.
Der Arbeitnehmer erhält für seine vereinbarte Teilzeittätigkeit ein monatliches Bruttogehalt von 2.100 Euro.
Teilzeit mit Stundenlohn
Der Arbeitnehmer erhält einen Bruttostundenlohn von 18 Euro. Abgerechnet werden die tatsächlich vergütungspflichtigen Arbeitsstunden nach den vertraglichen und gesetzlichen Bestimmungen.
Teilzeitbeschäftigte dürfen nicht allein wegen Teilzeit schlechter behandelt werden
§ 4 TzBfG bestimmt, dass ein teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer wegen seiner Teilzeitarbeit grundsätzlich nicht schlechter behandelt werden darf als ein vergleichbarer Vollzeitbeschäftigter, sofern kein sachlicher Grund eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigt.
Teilbare geldwerte Leistungen sind grundsätzlich mindestens entsprechend dem Verhältnis der Arbeitszeit zu gewähren.
Den Gesetzestext findest du unter § 4 TzBfG.
Sonderzahlungen bei Teilzeit
Gibt es im Betrieb beispielsweise bestimmte teilbare Geldleistungen für vergleichbare Vollzeitbeschäftigte, kann eine anteilige Berücksichtigung von Teilzeitbeschäftigten erforderlich sein.
Ob und in welcher Höhe ein Anspruch auf Weihnachtsgeld, Bonus oder andere Sonderzahlungen besteht, hängt jedoch zusätzlich von Vertrag, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung und weiteren Umständen ab.
Mehrarbeit und Überstunden
Auch bei Teilzeit sollte geregelt werden, unter welchen Voraussetzungen zusätzliche Arbeitsstunden geleistet werden müssen.
Eine pauschale Klausel, nach der unbegrenzt alle Mehrarbeit bereits mit dem Gehalt abgegolten ist, sollte vermieden werden.
Mehrarbeit ist nur zu leisten, soweit sie wirksam angeordnet oder vereinbart wurde und gesetzliche beziehungsweise vertragliche Voraussetzungen erfüllt sind. Sie wird nach der getroffenen Vereinbarung vergütet oder durch Freizeit ausgeglichen.
Was ist Mehrarbeit bei Teilzeit?
Im praktischen Sprachgebrauch werden zusätzliche Stunden oberhalb der individuell vereinbarten Teilzeit häufig als Mehrarbeit bezeichnet.
Ob daraus unmittelbar ein Anspruch auf einen besonderen Zuschlag entsteht, hängt jedoch von der jeweiligen Rechtsgrundlage ab. Ein zusätzlicher Zuschlag ergibt sich nicht allein daraus, dass die vereinbarte Teilzeitstundenzahl überschritten wird.
Arbeitszeiten dokumentieren
Bei stundenweiser Vergütung oder wechselnder Arbeitszeit kann eine Zeiterfassung besonders sinnvoll sein.
Für die Dokumentation kannst du unsere Stundenzettel Vorlage verwenden.
Pausen und Ruhezeiten
Auch bei Teilzeit gelten die gesetzlichen Regelungen zur Arbeitszeit, zu Ruhepausen und Ruhezeiten.
Bei längeren Arbeitstagen sollte deshalb nicht nur die wöchentliche Gesamtstundenzahl betrachtet werden, sondern auch die Verteilung auf einzelne Tage.
Urlaub bei Teilzeit
Teilzeitbeschäftigte haben ebenso wie Vollzeitbeschäftigte Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.
Der gesetzliche Mindesturlaub nach § 3 Bundesurlaubsgesetz beträgt 24 Werktage bei Zugrundelegung einer Sechs-Tage-Woche.
Bei einer Fünf-Tage-Woche entspricht dies 20 Arbeitstagen gesetzlichem Mindesturlaub.
Den Gesetzestext findest du unter § 3 BUrlG.
Urlaub bei Teilzeit an fünf Tagen
Arbeitet ein Teilzeitbeschäftigter ebenso wie vergleichbare Vollzeitbeschäftigte an fünf Tagen pro Woche, reduziert sich die Zahl der Urlaubstage nicht allein deshalb, weil täglich weniger Stunden gearbeitet werden.
Ein Arbeitnehmer arbeitet Montag bis Freitag jeweils fünf Stunden. Werden im Betrieb bei einer Fünf-Tage-Woche 30 Urlaubstage gewährt, benötigt er für eine volle Urlaubswoche ebenfalls fünf Urlaubstage.
Urlaub bei weniger Arbeitstagen
Arbeitet ein Teilzeitbeschäftigter nur an drei oder vier Tagen pro Woche, wird der Urlaubsanspruch grundsätzlich anhand der regelmäßigen Arbeitstage umgerechnet.
Bei einem betrieblichen Jahresurlaub von 30 Tagen auf Grundlage einer Fünf-Tage-Woche und regelmäßiger Arbeit an drei Tagen pro Woche ergibt sich rechnerisch:
30 × 3 ÷ 5 = 18 Urlaubstage.
Mit diesen 18 Urlaubstagen können ebenfalls sechs vollständige Arbeitswochen freigestellt werden.
Urlaubstage und Arbeitsstunden nicht verwechseln
Urlaub wird grundsätzlich nach Arbeitstagen und nicht danach berechnet, wie viele Stunden der Arbeitnehmer an einem einzelnen Tag arbeitet.
Deshalb macht es einen Unterschied, ob 20 Wochenstunden auf fünf oder beispielsweise auf drei Tage verteilt werden.
Arbeitsunfähigkeit und Entgeltfortzahlung
Auch Teilzeitbeschäftigte können bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach den gesetzlichen Voraussetzungen haben.
Im Arbeitsvertrag sollte geregelt werden, wie und wann eine Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitgeber mitzuteilen ist.
Krankmeldung
Der Arbeitnehmer hat eine Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Die gesetzlichen Anforderungen an den Nachweis der Arbeitsunfähigkeit bleiben unberührt.
Feiertage bei Teilzeit
Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Tag, an dem der Teilzeitbeschäftigte regulär gearbeitet hätte, gelten die gesetzlichen Regeln zur Entgeltzahlung an Feiertagen.
Ein Feiertag muss grundsätzlich nicht an einem anderen arbeitsfreien Tag „nachgearbeitet“ werden, nur weil die Beschäftigung in Teilzeit erfolgt.
Probezeit vereinbaren
Auch bei einem unbefristeten Teilzeitarbeitsvertrag kann eine Probezeit vereinbart werden.
Die ersten sechs Monate des Arbeitsverhältnisses gelten als Probezeit.
Eine vereinbarte Probezeit ist von einer Befristung des gesamten Arbeitsvertrags zu unterscheiden.
Teilzeitvertrag unbefristet abschließen
Unsere Vorlage ist grundsätzlich auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis in Teilzeit ausgerichtet.
Das Arbeitsverhältnis beginnt zu dem eingetragenen Datum und läuft ohne festgelegtes Enddatum weiter, bis es beispielsweise durch Kündigung oder Aufhebungsvertrag beendet wird.
Befristete Teilzeit benötigt zusätzliche Regelungen
Soll das Arbeitsverhältnis nur für einen bestimmten Zeitraum bestehen, sind zusätzlich die gesetzlichen Regeln für befristete Arbeitsverträge zu beachten.
Dafür sollte eine speziell auf die Befristung zugeschnittene Vertragsvorlage verwendet werden.
Kündigung des Teilzeitarbeitsvertrags
Für Teilzeitbeschäftigte gelten grundsätzlich dieselben gesetzlichen Kündigungsregelungen wie für vergleichbare Vollzeitbeschäftigte.
Die Teilzeit allein führt nicht zu einer verkürzten Kündigungsfrist.
Gesetzliche oder vertragliche Kündigungsfrist
Im Vertrag kann auf die gesetzlichen Kündigungsfristen verwiesen oder eine zulässige abweichende Regelung vereinbart werden.
Auch Tarifverträge können für ein Arbeitsverhältnis besondere Kündigungsfristen enthalten.
Schriftform einer Kündigung
Für die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch Kündigung oder Auflösungsvertrag gelten besondere Formvorschriften. Deshalb sollte die Vertragsklausel keine vereinfachte Kündigung beispielsweise allein per E-Mail versprechen.
Nebentätigkeit
Eine Teilzeitbeschäftigung schließt eine weitere Tätigkeit nicht automatisch aus.
Bei Nebentätigkeiten können jedoch beispielsweise Arbeitszeitgrenzen, Wettbewerb, berechtigte betriebliche Interessen oder sozialversicherungsrechtliche Fragen relevant sein.
Eine Vertragsklausel sollte deshalb nicht pauschal jede Nebentätigkeit verbieten.
Verschwiegenheit
Je nach Tätigkeit kann eine Verpflichtung zum vertraulichen Umgang mit betrieblichen Informationen sinnvoll sein.
Dazu können gehören:
- Kundendaten
- Preise und Kalkulationen
- Geschäftsstrategien
- Zugangsdaten
- interne Abläufe
- nicht veröffentlichte Projekte
Arbeitsmittel
Stellt der Arbeitgeber Arbeitsmittel zur Verfügung, kann der Vertrag oder eine ergänzende Vereinbarung festlegen, wie damit umzugehen ist.
Beispiele sind:
- Laptop
- Mobiltelefon
- Schlüssel
- Zugangskarten
- Werkzeuge
- Arbeitskleidung
Arbeitsmittel bei Vertragsende zurückgeben
Spätestens bei Ende des Arbeitsverhältnisses sollten überlassene Geräte, Schlüssel und sonstige Gegenstände zurückgegeben werden.
Für übergebene Schlüssel kann zusätzlich eine separate Dokumentation sinnvoll sein.
Nachweis der wesentlichen Arbeitsbedingungen
Das Nachweisgesetz verpflichtet Arbeitgeber dazu, wesentliche Bedingungen des Arbeitsverhältnisses nachzuweisen. Dazu gehören unter anderem Vertragsparteien, Beginn, Arbeitsort, Tätigkeit, gegebenenfalls Probezeit, Vergütung und vereinbarte Arbeitszeit.
Deshalb enthält die Vorlage nicht nur die Wochenstunden, sondern auch weitere zentrale Arbeitsbedingungen.
Weitere Informationen findest du unter § 2 Nachweisgesetz.
Arbeitszeit möglichst nicht offenlassen
Eine Formulierung wie „Teilzeit nach Bedarf“ kann zu unnötigen Unklarheiten führen.
Besser ist es, mindestens die regelmäßige Wochenarbeitszeit und ein nachvollziehbares Modell für ihre Verteilung zu vereinbaren.
Änderungen der Arbeitszeit schriftlich dokumentieren
Erhöhen oder reduzieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer später einvernehmlich die Wochenarbeitszeit, sollte die Änderung nachvollziehbar dokumentiert werden.
Die regelmäßige Wochenarbeitszeit wird mit Wirkung zum 1. Januar 2027 von 25 auf 30 Stunden erhöht. Die übrigen Vertragsbedingungen bleiben unverändert.
Teilzeit und Vollzeit nicht unterschiedlich bewerten
Eine geringere Wochenarbeitszeit bedeutet nicht automatisch eine geringere Qualität oder Wertigkeit der Tätigkeit.
Das gesetzliche Benachteiligungsverbot des § 4 TzBfG soll verhindern, dass Arbeitnehmer allein wegen ihrer Teilzeit ohne sachlichen Grund schlechter behandelt werden.
Teilzeitarbeitsvertrag oder Minijob?
Teilzeit und Minijob sind nicht dasselbe. Teilzeit beschreibt zunächst das Verhältnis der Arbeitszeit zu einer vergleichbaren Vollzeitbeschäftigung.
Ein Minijob ist dagegen eine besondere Form geringfügiger Beschäftigung mit eigenen sozialversicherungsrechtlichen Grenzen und Regelungen.
Auch ein Minijobber kann im Sinne des TzBfG teilzeitbeschäftigt sein.
Teilzeitarbeitsvertrag oder normaler Arbeitsvertrag?
Ein Teilzeitarbeitsvertrag ist im Kern ebenfalls ein Arbeitsvertrag. Der besondere Schwerpunkt liegt auf der reduzierten Arbeitszeit und ihrer Verteilung.
Für ein allgemeines Vollzeit-Arbeitsverhältnis findest du auf Smartvorlagen.de unsere Arbeitsvertrag Vorlage.
Typische Fehler beim Teilzeitarbeitsvertrag
- Wochenstunden fehlen: regelmäßige Arbeitszeit konkret eintragen.
- Arbeitstage unklar: Verteilung oder Dienstplanmodell festlegen.
- Urlaub falsch berechnet: Zahl der regelmäßigen Arbeitstage berücksichtigen.
- Mehrarbeit unbegrenzt: keine pauschale unbegrenzte Verpflichtung formulieren.
- Vergütung unklar: Bruttogehalt oder Stundenlohn eindeutig angeben.
- Teilzeit schlechter gestellt: Benachteiligungsverbot des TzBfG beachten.
- Teilzeit mit Minijob verwechselt: unterschiedliche Begriffe auseinanderhalten.
- flexible Arbeitszeit zu offen: gesetzlichen Rahmen und Planbarkeit beachten.
Teilzeitvertrag vor Arbeitsbeginn abschließen
Die zentralen Vertragsbedingungen sollten möglichst bereits vor Aufnahme der Tätigkeit feststehen.
Dadurch wissen beide Seiten, wie viele Stunden gearbeitet werden, wann die Arbeitsleistung grundsätzlich zu erbringen ist und welche Vergütung vereinbart wurde.
Word oder PDF – welches Format eignet sich besser?
Beide Downloads enthalten dieselbe Grundstruktur.
- PDF: geeignet zum Ausdrucken und handschriftlichen Ausfüllen.
- Word: besonders praktisch, wenn Arbeitszeit, Arbeitstage, Vergütung oder weitere Vertragsbedingungen individuell angepasst werden sollen.
Bei einem Teilzeitarbeitsvertrag ist die Word-Version besonders flexibel, weil sich Wochenstunden und Arbeitszeitmodelle von Stelle zu Stelle unterscheiden.
Teilzeitarbeitsvertrag individuell anpassen
Die Vorlage ist ein allgemeines Muster und ersetzt keine individuelle rechtliche Beratung.
Bei Schichtsystemen, Arbeit auf Abruf, komplexen Arbeitszeitkonten, tarifgebundenen Arbeitsverhältnissen oder besonderen Vergütungssystemen kann eine individuelle Prüfung sinnvoll sein.
Teilzeitarbeitsvertrag Vorlage kostenlos herunterladen
Lade die kostenlose Teilzeitarbeitsvertrag Vorlage als PDF oder Word-Datei herunter und passe Tätigkeit, Wochenarbeitszeit, Arbeitstage, Vergütung, Urlaub und weitere Arbeitsbedingungen an.
Häufige Fragen zum Teilzeitarbeitsvertrag
Wann gilt ein Arbeitnehmer als teilzeitbeschäftigt?
Nach § 2 TzBfG ist ein Arbeitnehmer teilzeitbeschäftigt, wenn seine regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die eines vergleichbaren Vollzeitbeschäftigten.
Wie viele Stunden muss Teilzeit umfassen?
Es gibt nicht eine einzige allgemeine Stundenzahl, ab der eine Beschäftigung als Teilzeit gilt. Entscheidend ist grundsätzlich der Vergleich mit der regelmäßigen Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollzeitbeschäftigten.
Müssen die Arbeitstage im Teilzeitarbeitsvertrag stehen?
Eine möglichst klare Regelung ist sinnvoll. Die Arbeitszeit kann auf feste Arbeitstage verteilt oder nach einem ausreichend bestimmten flexiblen Modell organisiert werden. Bei Schichtarbeit oder Abrufarbeit sind zusätzliche gesetzliche Anforderungen zu beachten.
Wie viel Urlaub hat ein Teilzeitbeschäftigter?
Entscheidend ist insbesondere die Anzahl der regelmäßigen Arbeitstage pro Woche. Wer an genauso vielen Wochentagen arbeitet wie ein Vollzeitbeschäftigter, benötigt für eine Urlaubswoche ebenso viele Urlaubstage, auch wenn täglich weniger Stunden gearbeitet werden.
Wie wird Urlaub bei drei Arbeitstagen pro Woche berechnet?
Der Urlaubsanspruch wird grundsätzlich entsprechend der Zahl der regelmäßigen Arbeitstage umgerechnet. Bei 30 Urlaubstagen für eine Fünf-Tage-Woche ergeben drei regelmäßige Arbeitstage beispielsweise 18 Urlaubstage pro Jahr.
Darf ein Teilzeitbeschäftigter Überstunden machen?
Zusätzliche Arbeitsstunden können grundsätzlich vorkommen. Ob und wann sie verlangt werden dürfen und wie sie auszugleichen sind, hängt von Vertrag, Gesetz, gegebenenfalls Tarifvertrag und den konkreten Umständen ab.
Darf Teilzeit schlechter bezahlt werden?
Teilzeitbeschäftigte dürfen nach § 4 TzBfG allein wegen ihrer Teilzeit grundsätzlich nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare Vollzeitbeschäftigte. Teilbare geldwerte Leistungen sind grundsätzlich mindestens entsprechend dem Arbeitszeitanteil zu gewähren.
Ist Teilzeit dasselbe wie ein Minijob?
Nein. Teilzeit beschreibt eine gegenüber vergleichbarer Vollzeit reduzierte Arbeitszeit. Ein Minijob ist dagegen eine besondere Form geringfügiger Beschäftigung. Ein Minijobber kann allerdings zugleich teilzeitbeschäftigt sein.
Kann ein Teilzeitarbeitsvertrag unbefristet sein?
Ja. Teilzeit kann sowohl befristet als auch unbefristet vereinbart werden. Diese Vorlage ist auf ein unbefristetes Teilzeitarbeitsverhältnis ausgerichtet.
Kann ich die Teilzeitarbeitsvertrag Vorlage bearbeiten?
Ja. Die Word-Version lässt sich direkt am Computer bearbeiten und an Tätigkeit, Wochenarbeitszeit, Arbeitstage, Vergütung, Urlaub und weitere Vertragsbedingungen anpassen.